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China: Geburtenrate 2025 auf Rekordtief – Bevölkerung schrumpft im vierten Jahr in Folge
Die Geburtenrate in China sank 2025 auf 5,63 Geburten je 1.000 Einwohner – der niedrigste Wert seit Gründung der Volksrepublik 1949.
Wichtige Fakten
- • Die Geburtenrate in China sank 2025 auf 5,63 Geburten je 1.000 Einwohner – der niedrigste Wert seit Gründung der Volksrepublik 1949.
- • 2025 wurden 7,92 Millionen Kinder geboren; 11,31 Millionen Menschen starben (Nationales Statistikamt/NBS).
- • Die Bevölkerung schrumpfte 2025 im vierten Jahr in Folge um 3,39 Millionen auf rund 1,405 Milliarden – schneller als 2024 (NBS).
- • Die Sterberate lag 2025 bei 8,04 je 1.000 Einwohner – der höchste Wert seit 1968.
- • Die Zahl der Geburten ging 2025 gegenüber 2024 um 17% zurück (von 9,54 auf 7,92 Millionen).
- • Peking hat die Ein-Kind-Politik 2016 beendet; seit 2021 sind bis zu drei Kinder pro Paar erlaubt.
- • Die Regierung stellte 90 Milliarden Yuan für ein erstes landesweites Betreuungs-Zuschussprogramm für Kinder unter drei Jahren bereit.
- • Eltern erhalten u. a. 3.600 Yuan pro Kind unter drei Jahren; einzelne Provinzen zahlen zusätzliche Prämien und verlängern Schutz- und Freistellungszeiten.
- • Kondome wurden aus der Mehrwertsteuer-Befreiung genommen und werden teils mit 13% besteuert; kostenlose Verhütungsmittel sind weiterhin über staatlich finanzierte Programme verfügbar (u. a. Guardian/BBC).
- • Laut NBS sind rund 23% der Bevölkerung 60 Jahre oder älter.
- • Die Zahl der Eheschließungen brach 2024 um rund ein Fünftel auf gut 6,1 Millionen Paare ein; im dritten Quartal 2025 stiegen registrierte Ehen laut Guardian um 22,5% auf 1,61 Millionen (Jahresdaten für 2025 stehen noch aus).
- • Die UN erwarten, dass Chinas Bevölkerung bis 2100 auf etwa 800 Millionen sinken könnte.
- • China hebt das Rentenalter schrittweise an; laut Guardian sollen Männer künftig bis 63 statt 60 arbeiten, Frauen bis 58 statt 55.
Chinas Geburtenrate ist 2025 auf ein historisches Rekordtief gefallen: Nach Angaben des Nationalen Statistikamts kamen je 1.000 Einwohner nur noch 5,63 Neugeborene zur Welt – der niedrigste Wert seit 1949. Gleichzeitig schrumpfte die Bevölkerung im vierten Jahr in Folge: 7,92 Millionen Geburten standen 11,31 Millionen Sterbefällen gegenüber; insgesamt sank die Einwohnerzahl um 3,39 Millionen auf rund 1,405 Milliarden. Die Sterberate erreichte mit 8,04 je 1.000 Einwohner den höchsten Stand seit 1968, während die Geburten gegenüber 2024 um 17% zurückgingen.
Als Hauptgründe gelten hohe Kosten für Kindererziehung und Wohnraum sowie wirtschaftliche Unsicherheit – verstärkt durch eine anhaltende Heiratsflaute. 2024 gingen Eheschließungen deutlich zurück; für 2025 deuten Teilzahlen allerdings auf eine mögliche Stabilisierung hin, nachdem Paare seit Mai 2025 landesweit unabhängig vom Wohnort heiraten dürfen. Peking versucht gegenzusteuern: Neben der gelockerten Familienpolitik (Ende der Ein-Kind-Politik 2016, seit 2021 bis zu drei Kinder) wurden Anreize ausgeweitet, darunter ein landesweites Betreuungs-Zuschussprogramm für Unter-Dreijährige (90 Milliarden Yuan) und Zahlungen von 3.600 Yuan pro Kind unter drei Jahren. Kontrovers diskutiert wird zudem eine 13%-Besteuerung von Verhütungsmitteln wie Kondomen, nachdem diese aus der Mehrwertsteuer-Befreiung herausgenommen wurden. Die UN erwarten weiter einen langfristigen Bevölkerungsschwund bis 2100; parallel verschärft die Alterung den Druck auf Arbeitsmarkt und Rentensystem, weshalb China das Rentenalter schrittweise anhebt.
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