Chamenei gibt „Tausende“ Tote bei Protesten zu, droht „Aufrührern“ – USA warnen Iran vor Angriffen auf Stützpunkte
- • Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat erstmals öffentlich eingeräumt, dass bei den seit dem 28. Dezember andauernden Protesten „Tausende“ Menschen getötet wurden; einige seien auf „unmenschliche, brutale“ Weise ums Leben gekommen.
- • Chamenei machte US-Präsident Donald Trump für die Unruhen und die Opfer verantwortlich, sprach von einer „amerikanischen Verschwörung“ und bezeichnete Trump als „Kriminellen“.
- • Chamenei kündigte ein hartes Vorgehen gegen „Aufrührer“ an und erklärte, man werde „einheimische Verbrecher“ nicht verschonen.
"Die Lage bleibt schwer einzuschätzen, da Internet und Kommunikation weiterhin stark eingeschränkt sind. Chameneis Drohungen und die US-Warnungen erhöhen das Eskalationsrisiko, während Oppositionsaufrufe (u. a. durch Reza Pahlavi) auf eine mögliche neue Protestwelle hindeuten. Gleichzeitig deuten Berichte auf zuletzt weniger sichtbare Unruhen hin, was auch mit der massiven Repression zusammenhängen könnte."
Proteste im Iran weitgehend niedergeschlagen – neue Berichte über deutlich höhere Opferzahlen und wachsende Rolle der Revolutionsgarde
- • Die Proteste im Iran scheinen nach Einschätzung der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur (tagesschau.de, 16.01.2026) weitestgehend zum Erliegen gekommen zu sein; sie spricht von „Friedhofsruhe“ nach massiver Gewaltanwendung durch das Regime.
- • Zu den Todeszahlen kursieren stark abweichende Angaben: Amirpur nennt als Spannbreite Berichte von etwa 3.000 bis hin zu 12.000 Toten (tagesschau.de, 16.01.2026); verifizierbar sind diese Zahlen wegen der Informationslage nur eingeschränkt.
- • HRANA meldet laut BBC mindestens 2.595 getötete Demonstrierende seit Beginn der Proteste, darunter 17 Kinder; zudem 164 Angehörige von Sicherheitskräften/Regime sowie 21 unbeteiligte Zivilisten (BBC).
"Kurzfristig deutet vieles auf ein erzwungenes Abflauen der Proteste durch massive Repression hin. Gleichzeitig steigt laut Beobachtern das Potenzial für neue Unruhen: Die Wut von Angehörigen der Toten und Verletzten könne als „nächster Funke“ wirken (Amirpur). Zusätzliche internationale Eskalationsrisiken ergeben sich aus US-Drohungen und Forderungen nach gezielten Schlägen gegen Strukturen der Revolutionsgarde sowie möglichen iranischen Gegenreaktionen."
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Steigende Proteste im Iran und Rufe nach Schah-Sohn
- • Seit mehr als zwei Wochen andauernde Proteste im Iran, ausgelöst durch wirtschaftliche Probleme und politische Forderungen.
- • Proteste finden in vielen Großstädten statt, darunter Teheran und Maschhad.
- • Todesopfer der Demonstranten werden von Menschenrechtsorganisationen auf über 200 geschätzt, obwohl diese Zahlen nicht unabhängig bestätigt sind.
"Die Proteste haben eine neue Dimension erreicht, und es gibt zunehmende Rufe nach einem Systemwechsel, während die politische Lage im Iran weiterhin angespannt bleibt."