Iran: Kommunikations-Blackout hält an – Regierung nennt erstmals mindestens 5.000 Tote, Trump fordert Führungswechsel
- • Seit dem 8. Januar ist in Iran das Internet weitgehend abgeschaltet; laut BBC zählt der Blackout zu den extremsten Internet-Shutdowns der Geschichte und betrifft rund 92 Millionen Menschen, teils inklusive Störungen bei Telefonie und SMS.
- • Irans Außenminister Abbas Araghchi begründete die Abschaltung laut BBC mit angeblich von außen gesteuerten „terroristischen Operationen“.
- • Die iranische Führung hat keinen Termin für eine Rückkehr der Internetdienste genannt; IranWire berichtete am 15. Januar unter Berufung auf Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani, internationaler Internetzugang werde mindestens bis zum iranischen Neujahr (Ende März) nicht verfügbar sein; dies ist nicht unabhängig verifiziert (BBC).
"Kurzfristig ist keine Wiederherstellung des internationalen Internetzugangs absehbar; Berichte deuten vielmehr darauf hin, dass die Führung eine längerfristige Restrukturierung hin zu einem stärker kontrollierten, gestuften Zugangssystem vorbereitet. Politisch könnte die Lage durch die verschärfte Rhetorik aus Washington (Regimewechsel-Forderung) und Teherans Warnung vor einem „umfassenden Krieg“ bei Angriffen auf Chamenei zusätzlich eskalieren, während verlässliche Lagebilder wegen des anhaltenden Blackouts schwer überprüfbar bleiben."
Bollywood-Blockbuster „Dhurandhar“: Kino-Boom in Indien, Kritik an Nationalismus und Pakistan-Feindbild
- • Der Bollywood-Actionfilm „Dhurandhar“ läuft seit dem Vormonat in Indien und ist so erfolgreich, dass in manchen Kinos selbst der neue „Avatar“-Film seltener gezeigt wird, weil Säle fehlen.
- • Der rund dreieinhalb Stunden lange und als sehr brutal beschriebene Film zeigt Pakistan als klaren Gegner: Von Karachi aus operierende Netzwerke bedrohen Indien; ein indischer Agent (Ranveer Singh) infiltriert die Stadt undercover.
- • Die Handlung verwebt eine fiktive Spionagegeschichte mit realen Ereignissen: Flugzeugentführung 1999, Anschlag auf das indische Parlament 2001 und die Anschläge von Mumbai 2008.
"Angesichts der politisch aufgeheizten Lage und der breiten Debatte über Nationalismus und Islamfeindlichkeit ist mit anhaltenden Kontroversen, weiterer Polarisierung in sozialen Medien und möglichen zusätzlichen Einschränkungen oder Boykottaufrufen in weiteren Ländern zu rechnen, während der Film in Indien zunächst kommerziell stark bleibt."
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