1,5-Grad-Budget bereits 2030 verbraucht
Wichtige Fakten
- • CO2-Budget für 1,5 Grad ist in drei Jahren aufgebraucht.
- • Erderwärmung beschleunigte sich auf 0,27 Grad pro Jahrzehnt.
- • Dauer von Meereshitzewellen hat sich seit 1991 verdreifacht.
- • Energie-Ungleichgewicht der Erde nahm um 40 Prozent zu.
- • Treibhausgasemissionen stiegen weiter, statt zu sinken.
Emissionsbudget schrumpft rapide
Ein aktueller Forschungsbericht zeigt, dass das verbleibende CO₂-Budget für die 1,5-Grad-Grenze bei aktuellen Emissionsniveaus in nur drei Jahren aufgebraucht sein wird. Waren es Anfang 2020 noch 500 Gigatonnen, beträgt der Rest Anfang 2026 nur noch 130 Gigatonnen. Damit wäre eine wichtige Marke des Pariser Klimaabkommens bereits um 2030 überschritten.
Erderwärmung beschleunigt sich
Die globale Erwärmung schreitet mit beispielloser Geschwindigkeit voran. Lag die Zunahme 2010–2019 bei 0,23 Grad pro Jahrzehnt, so ergab der Bericht für 2016–2025 einen Wert von 0,27 Grad pro Jahrzehnt. Auch das Energieungleichgewicht der Erde nahm drastisch zu – um über 40 Prozent im Vergleich zum letzten Sachstandsbericht des Weltklimarats.
Meereshitzewellen und Treibhausgase
Marine Hitzewellen haben sich seit 1991 verdreifacht und dauern nun durchschnittlich 58 Tage pro Jahr. Der jährliche Ausstoß an Treibhausgasen stieg auf durchschnittlich 54,6 Gigatonnen CO₂-Äquivalent, eine Zunahme um gut eine Gigatonne im Vergleich zum Jahrzehnt zuvor. Statt zu sinken, steigen die Emissionen weiter. Der Indikatoren-Bericht soll die Lücke zwischen den IPCC-Berichten schließen und Politik sowie Gesellschaft zeitnah informieren.
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