13 Jahre Haft für Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal
Wichtige Fakten
- • Ein 20-jähriger Syrer wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt.
- • Der Angriff am Holocaust-Mahnmal im Februar 2025 war radikal-islamistisch motiviert.
- • Der spanische Tourist überlebte knapp, ist aber arbeitsunfähig und in Behandlung.
- • Der Täter reiste aus Leipzig nach Berlin, um im Namen des IS zu handeln.
- • Die Bundesanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe beantragt.
Urteil nach Messerattacke am Holocaust-Mahnmal
Gut ein Jahr nach der Messerattacke auf einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin ist der Angreifer zu einer Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Das Kammergericht der Hauptstadt wertete die Tat als radikal-islamistisch und sprach den 20-jährigen Syrer des versuchten Mordes und der versuchten Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig. Die Bundesanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe beantragt, während der Verteidiger auf eine Jugendstrafe von sieben Jahren plädierte.
Hintergründe und Folgen der Tat
Der Syrer war laut Urteil am 21. Februar 2025 aus Leipzig nach Berlin gereist, um im Namen des sogenannten Islamischen Staats einen Angriff zu begehen. Im Stelenfeld des Mahnmals versetzte er dem inzwischen 31-jährigen Spanier in Tötungsabsicht einen Schnitt an der Kehle. Der Tourist überlebte nur knapp, ist bis heute arbeitsunfähig und in psychologischer Behandlung. Der Täter gestand die Tat, bereute sie aber schnell und stellte sich etwa zweieinhalb Stunden später der Polizei.
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