40 Jahre Tschernobyl: Krieg, Natur und Atomdebatte
Wichtige Fakten
- • Vor 40 Jahren explodierte Reaktor 4 in Tschernobyl.
- • Sperrzone ist heute Einflugschneise für russische Drohnen.
- • 500 Mitarbeiter überwachen die Schutzhülle trotz Raketenalarm.
- • Natur erholt sich in der Sperrzone, Mutationen jedoch nachweisbar.
- • Deutschland diskutiert über Wiedereinstieg in die Atomkraft.
Sperrzone im Krieg
40 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ist die Sperrzone durch den russischen Angriffskrieg erneut ein Hochrisikogebiet. Drohnen- und Raketenangriffe gefährden die marode Schutzhülle des Reaktors, die nicht für Beschuss ausgelegt ist. Im Februar 2025 beschädigte eine Drohne die Hülle. 500 Mitarbeiter arbeiten im Schichtbetrieb, um die Strahlenwerte zu kontrollieren. Die Vorwarnzeiten sind kurz, da die Zone an Belarus grenzt.
Natur erobert sich die Zone zurück
Trotz der Strahlung hat sich eine artenreiche Tierwelt entwickelt: Pferde, Elche, Luchse, Wölfe, Bären und seltene Vogelarten sind heimisch. Eine wilde Rinderherde hat sich gegen Raubtiere behauptet. Es gibt jedoch Hinweise auf Mutationen geringere Lebenserwartung. Ohne menschliche Störung erholt sich die Natur. 4000 Menschen arbeiten hier Lebensmittel können nicht angebaut werden. Vereinzelt leben ältere Rückkehrer in der Zone. Walentyna Kuchartschuk eine 87-Jährige berichtet von Bomben im Zweiten Weltkrieg und heutigen Explosionen durch Drohnen.
Atom-Debatte in Deutschland
Angesichts des Jahrestags fordern Unionsfraktionschef Spahn sowie die AfD eine Rückkehr zur Kernkraft. Umweltminister Schneider und Kanzler Merz lehnen ab verweisen auf den beschlossenen Ausstieg. Ein Neubau würde 20-25 Jahre dauern und Milliarden verschlingen. Reaktivierte AKWs wären unwirtschaftlich die Betreiber wie EnBW sehen den Rückbau als irreversibel. Deutschland fokussiert auf Erneuerbare.
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