Debatte über Rückkehr zur Atomkraft in Deutschland
Wichtige Fakten
- • Atomkraft-Ausstieg in Deutschland seit 2023 vollzogen, beschlossen 2011.
- • Unionsfraktionschef Jens Spahn fordert gesellschaftliche Debatte über Rückkehr.
- • Experten: Reaktivierung wäre teurer Neueinstieg, kein schneller Wiedereinstieg.
- • Rückbau der Anlagen ist bereits genehmigt und im Gange (15-20 Jahre).
- • Atomkraftwerke sind technisch nicht mehr einfach reaktivierbar.
Debatte über Rückkehr zur Atomkraft
Unionsfraktionschef Jens Spahn fordert eine gesellschaftliche Debatte über die Rückkehr zur Atomkraft in Deutschland, argumentiert mit vergleichsweise günstigen Kosten für die Reaktivierung alter Meiler. Atomkraft ist in Deutschland seit 2023 Geschichte, nach dem 2011 beschlossenen Ausstieg, doch die Debatte wird durch die aktuelle Energiekrise und Unionspolitiker wie Spahn neu befeuert.
Experten skeptisch
Wissenschaftler wie Malte Küper vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) sind skeptisch: Ein Revival der Atomkraft helfe nicht bei den aktuellen Energie- und Strompreisen, da es mit großer Unsicherheit verbunden sei. Viele Anlagen sind bereits im Rückbau oder genehmigt, ein Prozess von 15-20 Jahren. Die Reaktivierung wäre kein Wiedereinstieg, sondern ein teurer Neueinstieg mit neuen Genehmigungen und technischen Hürden.
Politische und wirtschaftliche Hindernisse
Energiekonzerne wie PreussenElektra schließen eine Reaktivierung aus, da sie mit Hochdruck am Rückbau arbeiten. Experten betonen, dass Deutschland die entsprechende Industrie nicht mehr habe und Atomkraft stark subventioniert werden müsse. Stattdessen sollten Fokus auf Netzausbau, Speicherung erneuerbarer Energien und Digitalisierung des Stromnetzes liegen, um die Klimaziele zu erreichen.
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