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International 04.06.2026, 04:00 Aktualisiert: 04.06.2026, 08:01

ADF-Angriffe erschweren Ebola-Bekämpfung im Osten der DR Kongo

Über 30 Tote bei ADF-Angriffen in Nord-Kivu.

Wichtige Fakten

  • Über 30 Tote bei ADF-Angriffen in Nord-Kivu.
  • ADF-Miliz zündete Häuser an und entführte Zivilisten.
  • Drei Ebola-Patienten flohen nach Angriffen aus Kliniken.
  • Über 344 Ebola-Fälle und 60 Todesfälle registriert.
  • Militäroperationen gegen ADF seit 2021 andauernd.

Angriffswelle der ADF in Nord-Kivu

Rebellen der Allied Democratic Forces (ADF), einer mit dem Islamischen Staat verbündeten Miliz, haben bei Angriffen auf mehrere Dörfer in der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo über 30 Menschen getötet. Die Angriffe ereigneten sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs und zielten auf die Dörfer Matété, Mamuli und Kitoho nahe der Stadt Beni. Motorräder und Häuser wurden in Brand gesetzt, Zivilisten entführt.

Auswirkungen auf die Ebola-Bekämpfung

Die Gewalt hat die Bekämpfung des aktuellen Ebola-Ausbruchs massiv erschwert. Seit Ausbruch wurden 344 Fälle und 60 Todesfälle in den Provinzen Nord-Kivu, Süd-Kivu und Ituri gemeldet. Nach den Angriffen flohen drei bestätigte Ebola-Patienten aus Behandlungseinrichtungen in Beni. Hilfsorganisationen warnen, dass die Sicherheitslage die Isolierung von Patienten, die Rückverfolgung von Kontaktpersonen und den Aufbau von Vertrauen in der Bevölkerung unmöglich mache. Einwohner fordern mehr Schutz vor der ADF, die seit 2014 etwa 10.000 Zivilisten getötet haben soll.

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