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Wissen 13.07.2026, 06:49 Aktualisiert: 13.07.2026, 12:01

Neuer Ebola-Impfstoff in Großbritannien in klinischer Erprobung; zweiter Patient in Frankfurt eingeliefert

Zweiter Ebola-infizierter US-Amerikaner in Frankfurter Uniklinik mit stabilen Symptomen.

Wichtige Fakten

  • Zweiter Ebola-infizierter US-Amerikaner in Frankfurter Uniklinik mit stabilen Symptomen.
  • Bundibugyo-Variante: Sechs Todesfälle, kein zugelassener Impfstoff oder Therapie.
  • Britische Zulassung für Oxford-Impfstoff-Studie gegen Bundibugyo-Ebola.
  • Erster klinischer Test an 50 gesunden Erwachsenen; Dosen von Serum Institute bereit.
  • Ausbruch in Kongo: 625 Tote, 1792 bestätigte Fälle, Eindämmung schwierig.

Einlieferung nach Frankfurt

Ein mit Ebola infizierter US-Amerikaner ist in der Nacht zum 13. Juli 2026 nach Frankfurt geflogen und in die Universitätsklinik eingeliefert worden. Der Patient habe entsprechende Krankheitssymptome, der Zustand sei stabil, bestätigte die Unimedizin Frankfurt. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Es ist der zweite derartige Fall innerhalb von zwei Monaten; der erste Patient war in der Berliner Charité behandelt und entlassen worden.

Hintergrund des Patienten

Der Patient war für eine humanitäre Organisation in der Demokratischen Republik Kongo tätig und wurde positiv auf die dort grassierende Bundibugyo-Variante getestet. Für diesen Typ gibt es bisher weder Impfstoff noch spezielle Therapie. Das Geschlecht der Person blieb zunächst unbekannt.

Impfstoffentwicklung in Oxford

Wissenschaftler der Universität Oxford haben die klinische Zulassung für einen neuen Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante erhalten. Es handelt sich um den ersten von vier Kandidaten, der in die klinische Phase eintritt. Geplant sind Tests an 50 gesunden Erwachsenen im Vereinigten Königreich. Die Technologie basiert auf dem bewährten Vektorprinzip des Oxford/AstraZeneca-Covid-Impfstoffs. Das Serum Institute of India hat bereits rund 620.000 Dosen produziert und eingelagert.

Aktuelle Lage im Kongo

Der Ebola-Ausbruch im Kongo, der am 17. Mai zum öffentlichen Gesundheitsnotstand erklärt wurde, hat nach jüngsten Angaben 625 Todesfälle und 1792 laborbestätigte Infektionen gefordert. Die Eindämmung gestaltet sich wegen Konflikten und hoher Mobilität der Bevölkerung als äußerst schwierig. Die Bundibugyo-Variante ist eine von sechs Ebola-Spezies, die separate Impfstoffe und Therapien erfordern.

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