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Inland 26.04.2026, 07:17

AfD schließt Politiker Eichwald wegen Hitler-Rede aus

AfD in NRW schließt Politiker Eichwald aus der Partei aus.

Wichtige Fakten

  • AfD in NRW schließt Politiker Eichwald aus der Partei aus.
  • Eichwald hatte eine Rede im Stil Adolf Hitlers gehalten.
  • Der AfD-Kreisverband Herford beantragte den Parteiausschluss.
  • Eichwald kann das AfD-Bundesschiedsgericht anrufen.

Parteiausschluss nach Hitler-Rede

Die AfD in Nordrhein-Westfalen hat den Politiker Eichwald aus der Partei ausgeschlossen. Grund war eine Rede Ende November 2025, die in Ton und Stil an einen Auftritt Adolf Hitlers erinnerte. Eichwald hatte dabei mit dem Finger gefuchtelt, mit rollendem 'R' gesprochen und unter anderem den Schutz der deutschen Kultur vor Fremdeinflüssen gefordert. Die Rede sorgte parteiintern und öffentlich für große Empörung.

Der AfD-Kreisverband Herford in Ostwestfalen hatte daraufhin den Parteiausschluss beantragt. Die Begründung lautete schwerwiegendes parteischädigendes Verhalten. Bereits der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla hatte sich zuvor darauf festgelegt, dass Eichwald nicht in der Partei bleiben dürfe. Das Landesschiedsgericht der AfD in NRW bestätigte nun den Ausschluss und den bereits erfolgten Entzug der Mitgliedsrechte.

Eichwald war nach Bekanntwerden seiner Rede von seinem Posten als sachkundiger Bürger im Stadtrat Herford abgezogen worden. Er war erst wenige Wochen AfD-Mitglied, als die kontroverse Rede stattfand. Ob es sich um eine ernstgemeinte Rede oder eine Provokation handelte, blieb umstritten. Eichwald selbst war bei der Verhandlung des Schiedsgerichts nicht anwesend. Gegen die Entscheidung kann er das Bundesschiedsgericht der AfD anrufen.

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