Altersvorsorgedepot: Chance oder Risiko für die Rente?
Wichtige Fakten
- • Das Altersvorsorgedepot erlaubt Investitionen in Fonds und ETFs mit staatlicher Förderung.
- • Sparer können künftig verschiedene Garantiemodelle wählen, von voller Garantie bis kein Schutz.
- • Kosten von bis zu einem Prozent pro Jahr können Renditevorteile zunichtemachen.
- • Das System bevorzugt laut Experten Besserverdiener und ist für Laien zu komplex.
Das Altersvorsorgedepot soll das deutsche Rentensystem entlasten und die Aktienkultur fördern. Kern ist die private Vorsorge über Fonds oder ETFs, staatlich gefördert mit Zulagen und Steuervorteilen. Anders als die Riester-Rente sind unterschiedliche Garantiemodelle möglich, bis hin zu vollständigem Rendite- und Verlustrisiko.
Experte Olaf Stotz lobt die Renditechancen, kritisiert aber Komplexität und mangelnde soziale Gerechtigkeit. Das System begünstige Besserverdiener, zudem seien die Kosten von bis zu einem Prozent pro Jahr zu hoch. Modellrechnungen zeigen, dass selbst gedeckelte Gebühren staatliche Förderung langfristig aufzehren können. Viele Sparer seien überfordert und anfällig für Falschberatung.
Kritiker sehen das Depot als kleinen Baustein, nicht als große Lösung für die Rentenkrise. Eine echte Verbesserung könne erst eine umfassende Rentenreform bringen.
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