Bayer-Aktie dank Glyphosat-Urteil und Auslagerung auf Höhenflug
Wichtige Fakten
- • Bayer-Aktie übersteigt erstmals seit fast drei Jahren 50 Euro.
- • Deutsche Bank-Analyse stuft Bayer positiv ein.
- • US Supreme Court entscheidet zugunsten Bayers im Glyphosat-Rechtsstreit.
- • Bayer lagert US-Glyphosatgeschäft in neue Tochter Ruveon aus.
- • DAX steigt dank Technologiewerten über 25.000 Punkte.
Bayer-Aktie erholt sich deutlich
Die langjährig unter Druck stehende Bayer-Aktie hat am Donnerstag einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Erstmals seit fast drei Jahren kletterte der Kurs kurz nach Börsenstart wieder über die 50-Euro-Marke. Am Mittag notierte das Papier bei rund 52 Euro, ein Plus von sechs Prozent zum Vortag. Damit ist der Leverkusener Konzern der Tagesgewinner im Deutschen Aktienindex (DAX), der rund 0,9 Prozent im Plus bei 25.270 Punkten lag.
Analysten sehen Aufwärtstrend
Beflügelt wurde die Aktie durch eine positive Analyse der Deutschen Bank. Die Experten sehen den Pharma- und Agrarchemiekonzern auf einem guten Weg. Der Fokus könne sich wieder auf die Fundamentaldaten und das Wachstum in den Bereichen Agrar und Pharma verlagern. Zudem hätten ein wichtiges Urteil im Glyphosat-Rechtsstreit und die geplante Auslagerung des US-Glyphosatgeschäfts für neuen Optimismus gesorgt.
US-Urteil zu Glyphosat-Hinweisen
Der Oberste Gerichtshof der USA hat im milliardenschweren Streit um den Unkrautvernichter Roundup zugunsten von Bayer entschieden. Das Gericht urteilte, dass US-Bundesstaaten keine Krebs-Warnhinweise auf den Verpackungen verlangen können, da die Umweltbehörde EPA Roundup zugelassen und keinen Hinweis vorgeschrieben hatte. Damit könnten tausenden Klagen der Boden entzogen werden, die genau diesen fehlenden Hinweis zum Gegenstand hatten.
Neue Tochtergesellschaft Ruveon
Parallel will Bayer sein US-Glyphosatgeschäft in der eigenständigen Tochtergesellschaft Ruveon bündeln. Ziel sei es, das Geschäft besser auf die Anforderungen des US-Marktes auszurichten und der Wettbewerbsdynamik mit Nachahmerprodukten zu begegnen. Die Ausgliederung ist Teil der bereits angekündigten Neuordnung der Agrarsparte Crop Science und stößt bei Analysten auf Zustimmung.
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