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Politik 20.06.2026, 03:03 Aktualisiert: 20.06.2026, 08:01

Andy Burnham: Der Mann, der Labour retten soll?

Andy Burnham gewann seinen Wahlkreis Makerfield bei der Nachwahl am 19. Juni 2026.

Wichtige Fakten

  • Andy Burnham gewann seinen Wahlkreis Makerfield bei der Nachwahl am 19. Juni 2026.
  • Er war zweimal erfolgloser Kandidat für den Labour-Vorsitz (2010, 2015).
  • Seit 2017 ist er Bürgermeister von Greater Manchester und wurde zweimal wiedergewählt.
  • Burnham will das Manchester-Modell landesweit anwenden, um Wirtschaftswachstum zu liefern.
  • Viele in der Labour-Partei sehen ihn als einzige Chance gegen die Rechtspopulisten von Reform UK.

Andy Burnham: Aufstieg eines Labour-Hoffnungsträgers

Im Norden Englands bereitet sich Andy Burnham auf einen möglichen Machtkampf um den Labour-Vorsitz vor. Der 56-Jährige, der am 19. Juni 2026 seinen Wahlkreis Makerfield souverän gewann, wird von vielen als letzte Chance gesehen, die Labour-Partei gegen den wachsenden Rechtspopulismus von Reform UK zu wappnen. Burnham, der bereits zweimal erfolglos für den Parteivorsitz kandidiert hatte, setzt auf seine Erfolge als Bürgermeister von Greater Manchester. Seit 2017 hat er die Region wirtschaftlich belebt und wirbt nun mit dem „Manchester-Modell“ für einen landesweiten Politikwechsel.

Burnhams politische Karriere begann als Journalist und wissenschaftlicher Mitarbeiter, bevor er 2001 ins Unterhaus einzog und verschiedene Staatssekretärsposten bekleidete. Trotz dieser klassischen Laufbahn gelingt es ihm, sich als Anti-Establishment-Politiker zu inszenieren. Seine Anhänger schätzen seine Bodenständigkeit und seine Fähigkeit, die Unzufriedenheit der Bevölkerung aufzugreifen. Im Haustürwahlkampf hörte er immer wieder die Forderung nach erschwinglicheren Lebenshaltungskosten. Professor Jonathan Tonge von der Universität Liverpool bescheinigt Burnham, Wachstum liefern zu können – doch er muss sich auch mit konjunkturellen Hürden wie den Folgen des Ukraine-Kriegs und des Brexits auseinandersetzen.

Kontrast zu Keir Starmers Führungsstil

Im Gegensatz zu Keir Starmer, dessen politische Bilanz zwar solide, aber schlecht vermittelt ist, strahlt Burnham eine natürliche Verbindung zu den Menschen aus. Viele in der Labour-Partei sehen ihn als die letzte Hoffnung, die rechtspopulistische Konkurrenz abzuwehren. Zwar stehen reguläre Wahlen erst 2029 an, doch interne Unruhen zeichnen sich ab. Burnham selbst blickt kämpferisch nach vorne: Sein Ziel ist es, das Leben für normale Menschen im ganzen Land bezahlbar zu machen.

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