Angriff auf Krankenhaus im Sudan: Armee bestreitet Verantwortung
Wichtige Fakten
- • Angriff auf el-Daein Teaching Hospital: 64 Tote, darunter 13 Kinder, und 89 Verletzte.
- • Sudanische Armee bestreitet Verantwortung, RSF beschuldigt sie eines Drohnenangriffs.
- • WHO: Über 2.000 Tote in 213 Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen seit Kriegsbeginn.
- • Bürgerkrieg seit April 2023 zwischen Armee und RSF mit über 150.000 Toten.
- • 12 Millionen Menschen flohen, UN nennt es größte humanitäre Krise weltweit.
Angriff auf Krankenhaus in el-Daein
In el-Daein, der Hauptstadt von Ost-Darfur im Sudan, wurde am Freitagabend ein großes Krankenhaus angegriffen, wobei nach Angaben der WHO 64 Menschen starben, darunter 13 Kinder, zwei Krankenschwestern und ein Arzt, und 89 weitere verletzt wurden. Die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) beschuldigen die sudanesische Armee eines Drohnenangriffs, der das oberste Stockwerk zerstörte und erhebliche Schäden verursachte, während die Armee die Verantwortung bestreitet und sich auf internationale Normen beruft.
Eskalation im anhaltenden Bürgerkrieg
Der Konflikt im Sudan, der im April 2023 zwischen der Armee und den RSF ausbrach, hat bisher über 150.000 Tote gefordert und etwa 12 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen, was die UN als größte humanitäre Krise der Welt bezeichnet. Die WHO verurteilt die häufigen Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und meldet seit Kriegsbeginn 2.036 Tote in 213 solcher Vorfälle, wobei das Krankenhaus in el-Daein nun nicht mehr funktionsfähig ist.
Humanitäre Folgen und fehlende Perspektiven
Ost-Darfur, ein wichtiger Korridor zwischen dem von den RSF kontrollierten Darfur und der Hauptstadt Khartum, erlebt nahezu tägliche Drohnenangriffe, und trotz US-geführter Friedensbemühungen ist kein Ende der Kämpfe in Sicht. Lokale Rechtegruppen fordern unabhängige Untersuchungen, während die Bevölkerung unter der Eskalation leidet, was zu gedämpften Feierlichkeiten zum Eid-Fest führte.
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