Antike Schätze in Tyros durch Krieg bedroht
Wichtige Fakten
- • Israel rief zur Evakuierung Tyros auf, Hisbollah soll dort aktiv sein.
- • Die antiken Stätten Tyros sind UNESCO-Welterbe.
- • Kulturminister Salamé wirft Israel „Urbizid“ vor.
- • Eine Waffenruhe scheitert am Widerstand der Hisbollah.
- • Viele Bewohner flohen nach Norden.
Kampf um Tyros bedroht antikes Welterbe
Die libanesische Hafenstadt Tyros, eine der ältesten durchgehend besiedelten Städte der Welt mit UNESCO-Welterbe-Stätten aus der Römerzeit, ist durch den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah schwer bedroht. Nach offiziellen Evakuierungsaufrufen Israels, die auch christliche Viertel einschließen, flohen viele Bewohner. Israel begründet die Angriffe mit der Anwesenheit von Hisbollah-Kämpfern.
Kulturminister spricht von Urbizid
Mustafa Nagdi, ein Wächter der antiken Stätten, sorgt sich um die Architektur aus der Römerzeit. Israels Bombardierungen in der Umgebung hinterließen Metallteile auf den Ruinen. Libanons Kulturminister Ghassan Salamé wirft Israel die systematische Zerstörung des kulturellen Erbes vor – ein „Urbizid“. Er kontaktierte bereits die UNESCO.
Waffenruhe blockiert
Die libanesische Regierung strebt eine Waffenruhe an, doch die Hisbollah lehnt diese ab, solange der Süden besetzt ist. Die schwache libanesische Armee soll Gebiete schrittweise kontrollieren, bleibt aber unterfinanziert. Mohammed Nagdi hofft auf Rückkehr und Frieden.
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