Rahmenabkommen: Israel und Libanon unterzeichnen Friedensabkommen in Washington
Wichtige Fakten
- • Israel und Libanon unterzeichneten Rahmenabkommen in Washington.
- • US-Außenminister Rubio sprach von erstem Schritt zu Frieden.
- • Hisbollah lehnt Abkommen ab und droht mit Bürgerkrieg.
- • Israel behält Sicherheitszone im Südlibanon bis zur Entwaffnung der Hisbollah.
- • Mehr als 4.000 Tote und über eine Million Vertriebene seit März.
Israel und der Libanon haben in Washington ein Rahmenabkommen zur Beendigung der Kämpfe unterzeichnet. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Vereinbarung als ersten Schritt auf einem schwierigen Weg zu einem dauerhaften Frieden. Das trilaterale Dokument wurde von libanesischen und israelischen Vertretern im US-Außenministerium unterschrieben. Die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Moawad erklärte, das Abkommen solle die libanesische Souveränität wiederherstellen und die Rückkehr der Vertriebenen ermöglichen.
Hisbollah lehnt Abkommen ab
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz reagierte mit scharfer Ablehnung auf das Abkommen und warnte vor einem Bürgerkrieg, falls die libanesische Regierung versuche, die Vereinbarung umzusetzen. Hisbollah-Abgeordneter Hassan Fadlallah erklärte, die Gruppe werde sich jeder Maßnahme der Regierung widersetzen und an ihren Waffen festhalten. Israelische Pläne sehen vor, in Pilotzonen Teile der besetzten Gebiete im Südlibanon an die libanesische Armee zu übergeben. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte jedoch, Israel werde die Sicherheitszone solange halten, bis die Hisbollah entwaffnet sei.
Fortsetzung der Kämpfe trotz Waffenruhe
Das Abkommen folgt auf eine brüchige Waffenruhe, die immer wieder durch gegenseitige Angriffe verletzt wurde. Seit Ausbruch der Kämpfe im März kamen über 4.000 Menschen ums Leben und mehr als eine Million wurden vertrieben. Die israelische Luftwaffe warf erneut Flugblätter über dem Südlibanon ab, und das Militär meldete die Tötung von sieben Hisbollah-Kämpfern. Die USA haben eine militärische Koordinierungsgruppe zur Implementierung des Abkommens eingerichtet.
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