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Gesellschaft 05.05.2026, 04:10 Aktualisiert: 05.05.2026, 06:01

Antisemitismus an australischen Schulen: Jüdische Kinder erleben täglich Hass

Jüdische Kinder in Australien erleben täglich antisemitische Beleidigungen und Hakenkreuze in Schulen.

Wichtige Fakten

  • Jüdische Kinder in Australien erleben täglich antisemitische Beleidigungen und Hakenkreuze in Schulen.
  • Mitschüler zeigen den Nazi-Gruß und sagen 'Heil Hitler' gegenüber jüdischen Kindern.
  • Nach dem Bondi-Massaker befürchten jüdische Kinder, bei Festen erschossen zu werden.
  • Ein achtjähriges Kind weinte am Strand von Bondi und sprach über Sterben.
  • Eine Jüdin berichtete von Online-Hass wie 'Dreckiger Jude' und 'Kindermörder'.

Erschütternde Zeugenaussagen vor der Royal Commission

Jüdische Kinder in Australien sind einem alarmierenden Ausmaß an Antisemitismus in Schulen ausgesetzt, wie eine königliche Kommission in Sydney hörte. Eine Mutter, bekannt als Dina, berichtete, dass ihre Kinder alltäglich mit Hakenkreuzen, Nazi-Grüßen und Beleidigungen konfrontiert werden. Nach dem Bondi-Massaker im Dezember 2024, bei dem zwei radikalisierte Schützen 15 Menschen töteten und 40 verletzten, ist die Angst noch gestiegen. Ihre 8-jährige Tochter begann zu weinen, als sie Bondi besuchte, und sprach über Sterben. Eine andere Mutter, Natalie Levy, schilderte, dass ihre Tochter – eine von zwei jüdischen Kindern an ihrer Schule – Hakenkreuze auf dem Schulgelände sieht und Mitschüler den Hitlergruß zeigen. Eine dritte Mutter aus Victoria, anonymisiert als AAP, erzählte, dass ihre Kinder gemobbt werden: 'Menschen schreiben auf Social Media, dass wir Hitler danken sollten und dass Nazis uns hätten umbringen sollen.' Die Kinder wünschten sich, nicht jüdisch zu sein. Die Kommission, eingerichtet nach der Bondi-Attacke, untersucht die Zunahme von Antisemitismus und dessen Auswirkungen auf die jüdische Gemeinschaft, die sich zunehmend unsicher fühlt. Die Idee, dass Juden pauschal für Handlungen Israels im Gazakrieg von 2023 verantwortlich gemacht würden, wird von den Betroffenen klar abgelehnt.

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