Antisemitismus an australischen Universitäten: Royal Commission untersucht Protestpolitik und Sicherheit
Wichtige Fakten
- • University of Melbourne verschärfte Protestregeln nach Besetzung von Büro jüdischen Professors.
- • Rektor räumte Angst und Unsicherheit durch propalästinensisches Camp ein.
- • Universität Sydney vermied gewaltsames Auflösen des Camps aus Eskalationsangst.
- • Bei Protesten kam es zu Belästigungen, aber keine formalen Antisemitismusvorwürfe.
Hintergrund und Befragung
Die Royal Commission gegen Antisemitismus und für sozialen Zusammenhalt hat am Mittwoch die Rektoren der Universitäten Melbourne, Sydney und New South Wales angehört. Im Mittelpunkt standen die Reaktionen der Hochschulen auf propalästinensische Proteste und die Sicherheit jüdischer Studierender und Lehrender.
Einblicke von der University of Melbourne
Der Rektor der University of Melbourne (UoM), Prof. Glyn Davis, sagte, das propalästinensische Camp auf dem Campus habe Angst und Unsicherheit ausgelöst. Obwohl es Belästigungen gab, wurden diese nicht als antisemitisch eingestuft. Nach der Besetzung des Büros des jüdischen Physikprofessors Steven Prawer im Oktober änderte die Universität ihre Protestpolitik jedoch drastisch: Außenstehende und Übernachtungen auf dem Campus sind nun verboten, ebenso Proteste in Gebäuden. Auch eine Bespitzelung von Studierenden via WLAN sorgte für Kontroversen.
University of Sydney: Vermeidung von Eskalation
Rektor Prof. Mark Scott erklärte, die gewaltsame Auflösung des ersten und am längsten andauernden propalästinensischen Camps im Jahr 2024 hätte das Lager „eskalieren lassen können, mit zehnfacher Größe am nächsten Tag„. Daher priorisierte die Leitung eine friedliche Lösung, auch wenn jüdische Studierende darunter litten. Seitdem go das striktere Regeln für Proteste und Plakate, was die Beschwerden signifikant reduzierte.
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