Korruptionsverdacht: Australische Schulbehörde soll Gelder veruntreut haben
Wichtige Fakten
- • Catholic Schools NSW soll illegale Spenden an die Liberal Party geleistet haben.
- • Die Ermittlungen laufen wegen möglicher Beitragswerbung ('branch stacking').
- • Fast 80% der Finanzierung der Schuleinrichtung stammt aus Steuermitteln.
- • Bei Bestätigung droht Verlust des Wohlfahrtsstatus und Steuerbefreiung.
Untersuchung zu mutmaßlichen illegalen Spenden
Die australische Antikorruptionsbehörde Independent Commission Against Corruption (Icac) ermittelt gegen Catholic Schools NSW, die Dachorganisation von fast 600 katholischen Schulen, wegen des Vorwurfs illegaler politischer Spenden an die Liberal Party. Es wird behauptet, dass CEO Dallas McInerney Zahlungen in nicht deklarierter Höhe und über den erlaubten Obergrenzen angeordnet habe, um Mitglieder für die Partei zu gewinnen ('branch stacking'). McInerney hat angeboten, während der Ermittlungen zurückzutreten.
Forderungen nach staatlicher Prüfung
Bildungsexperte Trevor Cobbold fordert eine gemeinsame Prüfung der Bücher von Catholic Schools NSW durch Bund und Bundesstaat, da fast 80 % der Mittel – umgerechnet rund 3,8 Milliarden Dollar im Jahr 2024 – aus Steuergeldern stammen. Er warnt, dass bei Verstoß gegen Auflagen für gemeinnützige Organisationen der Steuerstatus entzogen werden könnte. Die Regierung von Premier Chris Minns lehnt eine vorgezogene Sonderprüfung ab.
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