Asiatische Börsen einbruch: Chipwerte verlieren drastisch
Wichtige Fakten
- • Kospi stürzt um fast elf Prozent ab.
- • Nikkei fällt auf Zwei-Jahres-Tief (minus vier Prozent).
- • CXMT-Börsengang steigt um 466 Prozent, Kurseinbruch bei Chipherstellern.
- • Sorge vor chinesischen DUV-Lithographie-Anlagen belastet Halbleiterwerte.
- • DAX zeigt sich zunächst erholt, aber Infineon größter Verlierer.
Asiatische Börse im Ausverkauf
Die Furcht vor zunehmender chinesischer Konkurrenz hat die Halbleitertitel in Asien einbrechen lassen. Der südkoreanische Kospi verlor knapp elf Prozent auf ein Drei-Monats-Tief. Der japanische Nikkei fiel um vier Prozent und notierte zeitweise auf einem Zwei-Jahres-Tief. Der Ausverkauf konzentrierte sich auf Speicherchip-Hersteller wie Samsung und SK Hynix.
Ursachen: China bedroht den Halbleitermarkt
Der Auslöser war der spektakuläre Börsengang von CXMT in Shanghai, der gestern um 466 Prozent explodierte, heute aber nur knapp verlor. Gleichzeitig machten Meldungen die Runde, wonach chinesische Unternehmen eigene DUV-Lithographie-Anlagen entwickeln. Bislang beherrscht der niederländische Konzern ASML diesen Markt. Analysten befürchten, dass China bald den Weltmarkt mit günstigen Chips fluten könnte.
Auswirkungen auf Europa
Der DAX zeigte sich zunächst uneinnehmbar, profitierte von den Mercedes-Zahlen und gab seine Gewinne später ab. Infineon fiel als größter Verlierer. Die weltweite Rallye Künstlicher Intelligenz ist ins Stocken geraten – weil Anleger zweifeln, ob die enormen Investitionen sich auszahlen.
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