Ölkrise durch Iran-Krieg belastet Asien und treibt Menschen an Grenzen
Wichtige Fakten
- • Ein neuseeländischer Milchbauer zahlt monatlich 1.252 NZD mehr für Diesel und Benzin.
- • In Vanuatu könnten Busfahrer bei höheren Spritkosten nur noch 70 AUD täglich verdienen.
- • Südkorea führt Fahrbeschränkungen und Energiesparmaßnahmen wie kürzere Duschen ein.
- • Ein thailändischer Straßenhändler verzeichnet Gewinneinbußen von bis zu 20%.
- • In Japan kämpfen traditionelle Badehäuser mit hohen Heizkosten und sinkender Kundschaft.
Ölkrise durch Iran-Krieg belastet Asien
Ein Krieg im Iran hat eine Ölkrise ausgelöst, die sich in ganz Asien bemerkbar macht und die Treibstoffpreise in die Höhe treibt. Von Neuseeland bis Thailand berichten Menschen über erhebliche finanzielle Belastungen und Anpassungen ihres Alltags. Ein Milchbauer in Auckland verzeichnet monatliche Mehrkosten von über 1.200 NZD für Diesel, während in Vanuatu Busfahrer um ihr Einkommen fürchten, da höhere Spritkosten ihre Gewinne schmälern.
Regierungen ergreifen Maßnahmen
Südkorea hat als Reaktion auf die Krise Fahrbeschränkungen für öffentliche Bedienstete eingeführt und eine Energiesparkampagne gestartet, die kürzere Duschen und Ladephasen am Tag vorsieht. In Thailand und Japan kämpfen Straßenhändler und traditionelle Badehäuser mit steigenden Kosten und Lieferengpässen, die ihre Existenz bedrohen. Ein thailändischer Händler meldet Gewinneinbußen von bis zu 20%, und japanische Sento-Betreiber fürchten Schließungen aufgrund explodierender Heizkosten.
Soziale und wirtschaftliche Folgen
Die Krise trifft besonders hart arbeitende Menschen, wie einen indischen Amazon-Mitarbeiter, der sich nur noch eine Mahlzeit am Tag leisten kann und über Rückkehr in seine Heimat nachdenkt. In Australien sorgt sich eine Innenarchitektin um ihren Job, während in China ein Taxifahrer auf staatliche Regulierung und den Übergang zu sauberer Energie setzt. Die Situation verdeutlicht, wie globale Konflikte lokale Ökonomien und Lebensgrundlagen beeinflussen.
Menschen an Grenzen und Fluchtbewegungen
Am Kapıköy-Grenzübergang zwischen Iran und der Türkei berichten Menschen von Bombardierungen, Internetausfällen und wirtschaftlichen Einbrüchen. Laut UNHCR kamen zwischen dem 3. und 30. März etwa 64.000 Iraner in die Türkei, während über 48.000 zurückkehrten. Viele fliehen vor den nächtlichen Angriffen, die militärische Ziele und Wohngebiete treffen, während andere zurückkehren, um nahestehenden Personen in Gefahr zu sein. Die Internationale Organisation für Migration schätzt, dass über 82.000 Wohneinheiten betroffen sind, was 180.000 Menschen betrifft.
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