Australien: Labour erleidet historische Niederlage bei Nachwahl – One Nation feiert Erdrutschsieg
Wichtige Fakten
- • One Nation gewinnt Nachwahl in Secret Harbour deutlich.
- • Barnaby Joyce mahnt zur Bescheidenheit trotz Sieg.
- • Labour verliert in Westaustralien an Rückhalt.
- • Australien stockt Nepal-Hilfe um 3 Millionen Dollar auf.
- • Oscar Jenkins in russischer Haft bricht Schweigen.
Erdrutschsieg für One Nation bei Nachwahl
Bei der Nachwahl im australischen Vorort Secret Harbour erlitt die regierende Labour-Partei eine schwere Niederlage. Der Kandidat von One Nation, Luke Herdegen, besiegte die Labour-Kandidatin Georgia Tree deutlich. Barnaby Joyce, prominentes Mitglied von One Nation, erklärte gegenüber Radio National Breakfast, der Sieg sei „unglaublich demütigend“ und „eindeutig“. Er mahnte jedoch, die Partei dürfe sich nicht „mitreißen“ lassen, sondern müsse den Wählerauftrag respektieren. Joyce betonte, Labour könne noch so viel Geld in Wahlkämpfe stecken, doch die Menschen seien von den traditionellen Parteien enttäuscht. In einem Bergbaustaat wie Westaustralien vermisse Labour offenbar den Bezug zu den Bürgern.
Labor unter Druck – Interne Querelen bei One Nation
Der Sieg von One Nation wird von internen Spannungen überschattet. Berichten zufolge erwägt der neue Abgeordnete David Farley, die Partei zu verlassen und als Unabhängiger zu sitzen. Barnaby Joyce zeigte sich jedoch überrascht und betonte, er habe kürzlich erst ein Gespräch mit Farley geführt, das das Gegenteil vermuten ließe. Die Migrationspolitik von One Nation sorgt offenbar für Unruhe. Premierminister Anthony Albanese reagierte alarmiert auf den Rechtsruck und rief zur entschlossenen Bekämpfung des Rechtspopulismus auf. Die Niederlage wird als Warnsignal für Labour gewertet, insbesondere in den westaustralischen Vororten, wo die Partei an Unterstützung verliert.
Australien verstärkt Hilfe für Nepal – Weitere Entwicklungen
Unterdessen hat Australien seine humanitäre Hilfe für Nepal um weitere 3 Millionen Dollar aufgestockt. Insgesamt stellt Canberra nun 8 Millionen Dollar bereit, um die Folgen der verheerenden Überschwemmungen zu lindern, die durch einen Gletschersee-Ausbruch ausgelöst wurden. Die Zahl der vermissten Australier ist auf 43 gestiegen. Außenministerin Penny Wong kündigte an, dass die australische Armee Hilfsgüter wie Hygienekits und Solarleuchten in das Katastrophengebiet transportieren werde. Zudem sorgt der Fall des inhaftierten Australiers Oscar Jenkins für Aufsehen, der in russischer Haft seine erste Aussage gemacht hat. Die australische Regierung bemüht sich um seine Freilassung, betont jedoch, an internationales Recht gebunden zu sein.
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