Australischer Doppelmörder Dezi Freeman nach siebenmonatiger Flucht von Polizei erschossen
Wichtige Fakten
- • Dezi Freeman wurde nach dreistündiger Konfrontation mit Polizei in Walwa erschossen, etwa 100 km von Porepunkah entfernt.
- • Polizeichef Mike Bush nannte den Schusswaffengebrauch 'gerechtfertigt', nachdem Freeman bewaffnet aus einem Gebäude trat.
- • Die Polizei vermutet, dass Freeman während seiner Flucht Hilfe erhielt und ermittelt gegen mögliche Komplizen.
- • Freeman war ein bekannter Verschwörungstheoretiker und Anhänger der 'Sovereign Citizen'-Ideologie mit dokumentierter Anti-Regierungs-Haltung.
- • Die Familien der getöteten Polizisten Neal Thompson und Vadim de Waart wurden als erste über Freemans Tod informiert.
Ereignisablauf
Der australische Doppelmörder Dezi Freeman wurde nach siebenmonatiger Flucht von der Polizei im Bundesstaat Victoria erschossen. Bei einem stundenlangen Einsatz an einem abgelegenen Anwesen in Walwa, etwa 100 Kilometer von Porepunkah entfernt, kam es am Montag zur Konfrontation. Nach dreistündigen Verhandlungen trat Freeman nach Polizeiangaben bewaffnet und in eine Decke gehüllt aus einem Gebäude, das als Mischung aus Schiffscontainer und Wohnwagen beschrieben wurde, und präsentierte eine Waffe, woraufhin er von mehreren Polizisten erschossen wurde.
Offizielle Bestätigungen und Hintergrund
Victoria Police Commissioner Mike Bush bezeichnete den Schusswaffengebrauch als 'gerechtfertigt' und erklärte, die Polizei habe Freeman jede Gelegenheit zur friedlichen Kapitulation gegeben. Bush bestätigte, dass die Waffe am Tatort möglicherweise eine Dienstwaffe eines der im August getöteten Polizisten war. Freeman, ein 56-jähriger Anhänger der 'Sovereign Citizen'-Ideologie, hatte im August zwei Polizisten auf seinem Grundstück in Porepunkah getötet, als diese einen Durchsuchungsbefehl wegen Sexualstraftaten-Verdachts ausführten. Sein richtiger Name war Desmond Filby.
Reaktionen und Untersuchungen
Victorian Premier Jacinta Allan bezeichnete Freeman als 'bösen Mann' und betonte, dass seine Bedrohung nun beendet sei. Die Polizeigewerkschaft sprach von einem 'Schritt nach vorn', wies aber darauf hin, dass dies das Trauma der Angehörigen nicht mindere. Die Polizei untersucht nun, ob Freeman während seiner Flucht Hilfe erhalten hat, und warnt mögliche Komplizen vor Konsequenzen. Ein standardmäßiges Verfahren zur Überprüfung des Polizeischusses ist eingeleitet, und die formelle Identifizierung des Getöteten dauert voraussichtlich 24 bis 48 Stunden.
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