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Gesellschaft 28.05.2026, 02:47 Aktualisiert: 28.05.2026, 06:02

Australien verklagt 3M auf Rekordsumme von 2 Milliarden Dollar wegen PFAS-Verseuchung

Klage auf über 2 Milliarden AU$ Schadenersatz.

Wichtige Fakten

  • Klage auf über 2 Milliarden AU$ Schadenersatz.
  • PFAS aus Feuerlöschschaum verseuchte 28 Militärbasen.
  • 200.000 Tonnen kontaminierter Boden entfernt.
  • 13 Milliarden Liter Wasser für Dekontamination genutzt.
  • 3M weist Vorwürfe zurück und will sich verteidigen.

Rekordklage gegen 3M

Die australische Regierung hat eine Klage gegen den US-Konzern 3M über mehr als 2 Milliarden AU$ (1,4 Mrd. US$) eingereicht. Es ist die höchste jemals von der Regierung angestrengte Zivilklage. Hintergrund ist die jahrelange Verseuchung von 28 Militärbasen mit sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) aus Feuerlöschschaum.

Vorwürfe: Vertuschung und Irreführung

Generalanwältin Michelle Rowland wirft 3M vor, Risiken verschwiegen zu haben. Die Behörden habe man über Umwelt- und Gesundheitsgefahren getäuscht. Trotz internen Wissens sei PFAS-Schaum weiter als sicher verkauft worden, so die Klage. 3M betont, nie PFAS in Australien hergestellt und den Verkauf vor 20 Jahren eingestellt zu haben – das Militär habe ihn danach aber weiter genutzt.

Massive Umweltschäden

Seit Beginn der Sanierung im Jahr 2004 wurden über 200.000 Tonnen verseuchte Erde abgetragen und mehr als 13 Milliarden Liter Wasser behandelt. Die bisherigen Kosten übersteigen eine Milliarde AU$. Der Assistenzminister für Verteidigung, Peter Khalil, sagte, es gehe darum, die Ausgaben für die nationale Sicherheit zurückzufordern.

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