Pahlavi-Besuch in Berlin: Unterstützung und scharfe Kritik
Wichtige Fakten
- • Reza Pahlavi besucht Berlin und trifft CDU-Politiker Laschet.
- • Bundesregierung vermeidet Treffen mit dem Schah-Sohn.
- • Pahlavi kritisiert Bundesregierung als 'beschämend'.
- • Berlins Polizei rechnet mit tausenden Demonstranten.
- • Grünen-Politiker Nouripour sieht Distanz zur Exil-Opposition.
Pahlavi in Berlin: Demonstranten und politische Gespräche
Der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, ist heute in Berlin angekommen, um politische Gespräche zu führen. Begleitet wird sein Besuch von zahlreichen Demonstrationen sowohl von Anhängern als auch Gegnern. Während Unterstützer ihn als Hoffnungsträger sehen, kritisieren andere seine fehlende Distanzierung vom autoritären Erbe seines Vaters. Die Bundesregierung hält sich zurück: Außenminister Johann Wadephul betonte, Pahlavi reise als Privatperson, und Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte, es seien keine Treffen mit Regierungsmitgliedern geplant.
Streit um Pahlavis Rolle
CDU-Außenexperte Armin Laschet verteidigte das Treffen im ARD-Morgenmagazin und bezeichnete Pahlavi als möglichen Wegbereiter eines Übergangs im Iran. Die Linken-Außenpolitikerin Cansu Özdemir nannte die Begegnung jedoch 'hochproblematisch' und bezweifelte das Interesse an einer echten Demokratie. Auch innerhalb der iranischen Gemeinschaft polarisiert Pahlavi stark; Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour stellte fest, dass die Exil-Opposition in Iran an Rückhalt verloren habe. Pahlavi selbst kritisierte die Haltung der Bundesregierung als 'beschämend', da sie Gespräche mit dem Regime in Teheran priorisiere.
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