Teilen:
International 23.04.2026, 07:37

UK-Haushalt: Geringere Neuverschuldung, doch Iran-Konflikt bedroht Finanzplanung

UK-Neuverschuldung lag 2023/24 bei 132 Mrd. Pfund, 700 Mio. unter Prognose.

Wichtige Fakten

  • UK-Neuverschuldung lag 2023/24 bei 132 Mrd. Pfund, 700 Mio. unter Prognose.
  • Staatsschulden erreichten 93,8% des BIP – höchster Stand seit den 1960ern.
  • Steuereinnahmen stiegen um 54,7 Mrd. Pfund, hauptsächlich durch Einkommens- und Mehrwertsteuer.
  • Iran-Krieg könnte laut Prognosen bis 2030 16 Mrd. Pfund Finanzpuffer kosten.
  • Zinszahlungen für Staatsschulden betrugen im Finanzjahr 97,6 Mrd. Pfund.

Haushaltslage

Das britische Finanzministerium hat im abgelaufenen Finanzjahr 2023/24 eine Netto-Neuverschuldung von 132 Milliarden Pfund verzeichnet und damit das Prognoseziel des Office for Budget Responsibility (OBR) um 700 Millionen Pfund unterschritten. Die Verschuldung lag damit 19,8 Milliarden Pfund unter dem Vorjahreswert, bleibt aber historisch hoch. Steuereinnahmen stiegen um 54,7 Milliarden Pfund, angetrieben durch höhere Einnahmen aus Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer und Körperschaftssteuer.

Risiken durch Geopolitik

Trotz dieser positiven Entwicklung warnt die Wirtschaftsforschung vor erheblichen Risiken durch den eskalierenden Iran-Konflikt. Laut Schätzungen der Resolution Foundation könnte dieser bis 2030 einen Schaden von 16 Milliarden Pfund an den öffentlichen Finanzen verursachen und damit fast drei Viertel des finanziellen Puffers von Schatzkanzlerin Rachel Reeves aufzehren. Höhere Energiepreise, Inflation und Zinsen drohen, die Haushaltsplanung zu gefährden.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.