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Wirtschaft 17.03.2026, 06:34 Aktualisiert: 17.03.2026, 18:05

DAX gewinnt trotz anhaltender Spannungen im Persischen Golf - Notenbankentscheidungen rücken in den Fokus

DAX steigt um 0,7% auf 23.730 Punkte, nach 0,5% am Montag.

Wichtige Fakten

  • DAX steigt um 0,7% auf 23.730 Punkte, nach 0,5% am Montag.
  • Ölpreise erholen sich: Brent-Rohöl bei knapp 102 USD je Barrel.
  • ZEW-Konjunkturerwartungen brechen ein: von 58,8 auf -0,5 Punkte gesunken.
  • Nvidia prognostiziert KI-Chip-Umsatz von mindestens 1 Billion USD bis 2027.
  • SEC plant Abschaffung vierteljährlicher Berichtspflicht, unterstützt von Präsident Trump.

DAX-Entwicklung und Marktstimmung

Der deutsche Aktienmarkt konnte sich am 17. März 2026 weiter stabilisieren, wobei der DAX um 0,7 Prozent auf 23.730 Punkte stieg, nachdem er bereits am Montag um 0,5 Prozent zugelegt hatte. Diese positive Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges am Persischen Golf, der nun in den zwölften Handelstag geht. Die positive Tendenz an der Wall Street, mit einem Anstieg des Dow Jones um rund 0,3 Prozent, stützte den Markt am Nachmittag zusätzlich.

Geopolitische Spannungen und Ölpreise

Die Straße von Hormus bleibt weiterhin ein kritischer Faktor, da der Iran nur einzelnen Schiffen mit Sondergenehmigungen die Passage erlaubt, zuletzt mindestens zwei unter indischer Flagge fahrenden Tankern. Der militärische Geleitschutz der USA für Tanker steht in Frage, nachdem US-Präsident Trump die NATO für ihre Zurückhaltung kritisiert hat. Marktanalyst Tony Sycamore von IG warnt, dass bereits eine einzelne iranische Miliz die Situation erneut eskalieren lassen könnte. Dies ließ die Ölpreise wieder steigen, mit Brent-Rohöl bei knapp 102 Dollar je Barrel nach einem Rückgang zum Wochenanfang.

Konjunkturerwartungen und Notenbanken

Die Konjunkturerwartungen haben sich drastisch verschlechtert, wie der ZEW-Index zeigt, der von 58,8 Punkten im Februar auf aktuell minus 0,5 Punkte gefallen ist – die Finanzexperten haben ihren Optimismus angesichts des Iran-Krieges komplett aufgegeben. Die großen Zentralbanken rücken nun zunehmend in den Fokus, mit Zinsentscheidungen der Fed am Mittwoch und der EZB am Donnerstag, sowie weiteren in Großbritannien und Japan in dieser Woche. Die Notenbanken stehen vor einem Dilemma aufgrund der Inflations- und Konjunkturrisiken aus dem Iran-Krieg, was die Spannung bei den Marktteilnehmern erhöht.

Technologie-Sektor und Unternehmensnachrichten

Im Technologiesektor steht Nvidia weiterhin im Fokus, da der US-Halbleiterkonzern ein Umsatzvolumen von mindestens einer Billion Dollar für KI-Chips bis 2027 prognostiziert, nach zuvor genannten 500 Milliarden Dollar bis 2026. Im MDAX stach Fraport hervor, mit einem Anstieg von über sechs Prozent nach positiven Jahreszahlen und einem früher als erwartet positiven freien Barmittelzufluss. Bei der Lufthansa drohen weitere Streiks nach einer Urabstimmung des Kabinenpersonals, während Audi im vergangenen Jahr einen Gewinnanstieg von zehn Prozent auf 4,6 Milliarden Euro verzeichnete, teilweise dank einer Ausgleichszahlung aus dem Mutterkonzern VW.

Regulierungsänderungen und Ausblick

In den USA bahnt sich eine Änderung in der Rechnungslegung an, da die SEC die Abschaffung der vierteljährlichen Berichtspflicht erwägt, sodass Unternehmen künftig nur noch halbjährlich berichten müssten – eine Neuregelung, die von Präsident Trump unterstützt wird und von SEC-Chef Paul Atkins beschleunigt umgesetzt werden soll. Insgesamt bewegen sich die Märkte in einem Umfeld, das von technologischen Innovationen, geopolitischen Spannungen und regulatorischen Anpassungen geprägt ist, mit Anlegern, die auf die kommenden Notenbankentscheidungen und Entwicklungen im Persischen Golf achten.

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