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Politik 10.08.2026, 04:00 Aktualisiert: 10.08.2026, 10:06

Brexit: Britische Witwe (78) soll Schweden nach 21 Jahren verlassen

Schweden ordnete 2.500 Brexit-Ausweisungen von Briten an, ein Drittel aller EU-Fälle.

Wichtige Fakten

  • Schweden ordnete 2.500 Brexit-Ausweisungen von Briten an, ein Drittel aller EU-Fälle.
  • Schwedens Ablehnungsquote bei Anträgen liegt bei 27,5 %, EU-Schnitt: 3–4 %.
  • Die 78-jährige Joyce Thomas fighting nach 21 Jahren in Schweden ihre Abschiebung an.
  • FCDO fordert von Schweden mehr Schutz der Bürgerrechte; spätanträge werden akzeptiert.

Fall einer britischen Witwe

Joyce Thomas, eine 78-jährige pensionierte Krankenschwester, soll Schweden nach 21 Jahren verlassen. Ihr Antrag auf Aufenthalt wurde abgelehnt, da sie nach dem Brexit keine rechtzeitige Bewerbung einreichte. Sie lebt in Hammarö in der Nähe ihres Sohnes und ihrer Enkel und ihres verstorbenen Mannes. Drei Jahre nach dessen Tod erhält sie nur vier Wochen Zeit, das Land zu verlassen. Sie weint, wenn sie über die drohende Trennung von ihrer Familie spricht.

Schwedens strenge Haltung

Schweden hat nach Brexit die höchste Zahl von Ausweisungen an Briten aller EU-Staaten: 2.500. Das ist ein Drittel aller EU-Ausweisungen seit dem Brexit. Laut EU-Kommission wurden fast 4.000 von 14.200 Anträgen abgelehnt. Schwedens Ablehnungsquote ist 27,5 % und damit dreimal höher als in anderen Mitgliedstaaten.

Reaktionen und Verfahren

Der britische Außenminister Peter Kyle zeigt sich besorgt und fordert Überprüfung. Auch das FCDO erhebt Bedenken. Thomas zieht vor ein höheres Gericht, ihre Anwälte arbeiten pro bono. Die schwedische Migrationsbehörde verweist auf Ausnahmen bei „außergewöhnlichen Umständen“, akzeptiert aber Unwissenheit nicht als ausreichenden Grund. Die Europäische Kommission überwacht den Fall.

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