Brexit-Reset in Gefahr: Streit um Studiengebühren für EU-Studenten
Wichtige Fakten
- • EU fordert Heimgebühren (~9.500 £) statt internationaler Gebühren (bis 60.000 £) für EU-Studenten.
- • Kosten für britische Universitäten: geschätzt 140 Mio. £ pro Jahr.
- • Verhandlungen über Jugendmobilitäts-, Agrar- und Emissionshandelsabkommen stocken.
- • Einigung bis zum EU-UK-Gipfel im Juni/Juli 2024 angestrebt.
- • Beziehungen zwischen Verhandlern gelten als vertrauensvoller als in früheren Brexit-Gesprächen.
Verhandlungsstand und Konfliktpunkt
Die britische Regierung versucht, fast zehn Jahre nach dem Brexit-Votum die Beziehungen zur EU neu auszurichten, wobei Minister diese Woche in Brüssel Gespräche führen. Ein zentraler Streitpunkt ist die EU-Forderung, dass europäische Studierende in Großbritannien nur die niedrigeren Inlandsgebühren (ca. 9.500 £ pro Jahr) statt der internationalen Gebühren (bis zu 60.000 £) zahlen sollen. Die EU argumentiert, dass dies notwendig ist, um den Zugang zur britischen Hochschulbildung für die europäische Mittelschicht zu erhalten, nachdem der Anteil EU-Studenten seit dem Brexit von 27 % auf 5 % gesunken ist.
Auswirkungen und Verhandlungspositionen
Die britische Regierung und Universitäten lehnen die Forderung ab, da sie die finanzielle Nachhaltigkeit der Hochschulen gefährden würde, mit geschätzten Kosten von 140 Mio. £ pro Jahr. Die EU besteht darauf, dass eine Einigung über das Jugendmobilitätsabkommen, das auf zwei Jahre begrenzt und auf unter 100.000 Teilnehmer pro Jahr gedeckelt sein soll, Voraussetzung für andere Abkommen in den Bereichen Agrarhandel und Emissionshandel ist. Beide Seiten signalisieren Kompromissbereitschaft, aber die Zeit drängt, da bis zum geplanten Gipfel im Juni oder Juli eine Lösung gefunden werden muss.
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