Teilen:
Brick Lane: Datenzentrum statt Wohnungen – Rayner genehmigt umstrittenes Projekt
London: 500-Millionen-Projekt in Brick Lane genehmigt.
Wichtige Fakten
- • London: 500-Millionen-Projekt in Brick Lane genehmigt.
- • Nur 11 von 44 Wohnungen werden gefördert.
- • Kritik: Datenzentrum verdrängt community und erhöht Wasserverbrauch.
- • Bezirk Tower Hamlets hatte Bewerbung abgelehnt.
- • Koalition erwägt rechtliche Schritte gegen Entscheidung.
Genehmigung trotz lokalen Widerstands
Die britische Wohnungsbauministerin Angela Rayner hat die 500 Millionen Pfund schwere Sanierung des Truman-Brauerei-Areals in der Brick Lane im Osten Londons genehmigt, einschließlich eines Rechenzentrums, Büros und Apartments. Die Entscheidung, die per Brief des Wohnungsministers Matthew Pennycook übermittelt wurde, widerspricht dem Votum des Tower-Hamlets-Rats und lokalen Kampagnen, die stattdessen hunderte Wohnungen forderten. Das Rechenzentrum sei in der Umgebung angemessen, hieß es zur Begründung; es würde den Charakter des Konservierungsgebiets verbessern.Kritik der lokalen Community
Die Koalition 'Save Brick Lane', der neun Gruppen angehören, verurteilte die Entscheidung als Schlag ins Gesicht. Die lokale Gemeinschaft werde durch den energie- und wasserintensiven Bau vertrieben; so könnten Familien auseinandergerissen und diejenigen, die das Viertel prägten, zu Fußabdruck-Erscheinungen degradiert werden. Der Bürgermeister von Tower Hamlets, Lutfur Rahman, sprach von einer verpassten Gelegenheit für dringend benötigten geförderten Wohnraum. Die Koalition sucht nun rechtlichen Rat, um gegen die Entscheidung vorzugehen.Projektetails
Das Projekt umfasst sechs neue Gebäude, ein Rechenzentrum, Büros und 44 Wohnungen, von denen nur elf gefördert und sechs als Sozialwohnungen ausgewiesen sind. Geplant sind zudem ein Kino, Galerien, Cafés und ein Markt. Die Eigentümer Truman Estates und Zeloof LLP sehen durch das Vorhaben eine Aufwertung des Gebiets – eine Sicht, die die örtliche Bangla-deshi-Community und ihre Unterstützer nicht teilen, die Verdrängung und Kommerzialisierung befürchten.Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.