Britische Verteidigungsexperten warnen vor Unterfinanzierung und Komplazenz
Wichtige Fakten
- • Lord Robertson kritisiert 'korrosive Komplazenz' der Regierung in der Verteidigungspolitik.
- • Die Finanzierung des strategischen Verteidigungsplans wurde mehrfach verzögert.
- • Die Verteidigungsausgaben liegen derzeit bei 2,3% des BIP, Ziel sind 3,5% bis 2035.
- • Experten warnen vor einer Lücke von 28 Mrd. GBP in den nächsten vier Jahren.
- • Der Iran-Krieg wird als Weckruf für erhöhte Verteidigungsbereitschaft genannt.
Kritik an britischer Verteidigungspolitik
Der ehemalige NATO-Generalsekretär Lord George Robertson hat die britische Regierung scharf für "korrosive Komplazenz" in der Verteidigungspolitik kritisiert und gewarnt, dass die nationale Sicherheit "in Gefahr" sei. In einer Rede beschuldigte er "nicht-militärische Experten im Schatzamt" des "Vandalismus" und kritisierte Premierminister Keir Starmer dafür, nicht die notwendigen Investitionen tätigen zu wollen.
Verzögerte Finanzierung und Unterfinanzierung
Der strategische Verteidigungsplan (SDR) wurde im Juni 2025 veröffentlicht, aber der zugehörige 10-Jahres-Investitionsplan wurde mehrfach verzögert. Experten wie General Richard Barrons, Mitautor des SDR, warnen vor einer Finanzierungslücke von 28 Milliarden Pfund in den nächsten vier Jahren und betonen, dass die Streitkräfte "zu klein und unterernährt" seien, um den aktuellen Bedrohungen zu begegnen.
Regierungsreaktion und Ziele
Die Regierung verteidigt sich mit dem Hinweis auf die "größte nachhaltige Steigerung der Verteidigungsausgaben seit dem Kalten Krieg" von über 270 Milliarden Pfund in dieser Legislaturperiode. Ziel ist es, die Verteidigungsausgaben bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode auf 3% des BIP und bis 2035 auf 3,5% für Kerndefense zu erhöhen, was jedoch von Kritikern als unzureichend angesehen wird.
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