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International 12.03.2026, 14:53 Aktualisiert: 12.03.2026, 23:09

Britischer Tourist in Dubai wegen Video von Raketenangriff angeklagt

60-jähriger britischer Tourist wurde unter Cyber-Kriminalitätsgesetzen angeklagt.

Wichtige Fakten

  • 60-jähriger britischer Tourist wurde unter Cyber-Kriminalitätsgesetzen angeklagt.
  • Anklage basiert auf Gesetz gegen Verbreitung material, das öffentliche Sicherheit stören könnte.
  • 21 Personen insgesamt wurden in diesem Zusammenhang angeklagt, Vorwürfe sind vage.
  • UAE-Ministerin Lana Nusseibeh bestätigt Verstöße, verspricht rechtliches Verfahren.
  • Strafen können bis zu zwei Jahren Haft, Geldstrafen und Ausweisung umfassen.

Britischer Tourist in Dubai angeklagt

Ein 60-jähriger britischer Tourist wurde in Dubai unter Cyber-Kriminalitätsgesetzen angeklagt, nachdem er ein Video von iranischen Raketenangriffen auf seinem Smartphone gespeichert hatte. Die Anklage basiert auf Gesetzen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die das Veröffentlichen oder Teilen von Material verbieten, das die öffentliche Sicherheit stören könnte. Insgesamt wurden 21 Personen in diesem Zusammenhang angeklagt, wobei die Vorwürfe als vage beschrieben werden. Die Organisation Detained in Dubai bietet rechtliche Unterstützung und kritisiert, dass solche Fälle zunehmen, um den Anschein von Sicherheit für Touristen aufrechtzuerhalten.

Hintergrund und regionale Konflikte

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund eskalierender Konflikte im Nahen Osten, nachdem die USA und Israel am 28. Februar Streiks gegen Iran durchführten. Iran reagierte mit Angriffen auf Israel und US-verbündete Staaten im Golf, darunter die VAE, wobei auch zivile Ziele und Energieanlagen getroffen wurden. In Dubai wurden ikonische Gebäude wie das Fairmont The Palm Hotel und das Burj Al Arab beschädigt, und Flugverbindungen in der Region sind stark beeinträchtigt. Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International kritisieren, dass die VAE durch solche Gesetze die Meinungsfreiheit weiter einschränken.

Reaktionen und rechtliche Konsequenzen

Lana Nusseibeh, die UAE-Ministerin für EU-Angelegenheiten, bestätigte gegenüber der BBC, dass es Verstöße gegen das Gesetz gegeben habe, und versprach, dass ein ordnungsgemäßes Verfahren eingehalten werde. Sie riet Touristen, die Richtlinien zu befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen. Radha Stirling, CEO von Detained in Dubai, erklärte, dass die Strafen für solche Vergehen bis zu zwei Jahren Haft, Geldstrafen von 20.000 bis 200.000 AED und Ausweisung für Ausländer umfassen können. Sie warnte davor, dass selbst das Teilen bereits verbreiteter Inhalte im Internet zu Anklagen führen kann, was die Risiken für Besucher und Einwohner erhöht.

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