British Museum entfernt Begriff 'Palästina' aus historischen Ausstellungen
Wichtige Fakten
- • Museum entfernte 'Palästina' aus antiken Nahost-Galerien nach Kritik
- • UK Lawyers for Israel beanstandeten historische Ungenauigkeit des Begriffs
- • Petition mit über 5.000 Unterschriften fordert Rücknahme der Entscheidung
- • Museum nutzt nun UN-Terminologie für moderne Grenzbezeichnungen
- • Änderungen wurden bereits 2023 nach Besucherforschung umgesetzt
Terminologische Anpassung
Das British Museum hat den Begriff 'Palästina' aus historischen Karten und Informationstafeln in seinen antiken Nahost-Ausstellungen entfernt. Laut Museumsangaben erfolgten die Änderungen bereits 2023 nach Besucherfeedback und -forschung. Die Institution begründet dies damit, dass der Begriff nicht mehr als historisch neutral wahrgenommen werde und stattdessen politische Konnotationen habe.
Kritik und Petition
Die Anpassungen wurden nach Kritik der Gruppe UK Lawyers for Israel (UKLFI) vorgenommen, die argumentierte, die Verwendung von 'Palästina' für die gesamte Region über Jahrtausende hinweg verzerre die historische Realität und verdränge die Königreiche Israel und Juda. Mehr als 5.000 Menschen unterzeichneten eine Petition auf Change.org, die eine Rücknahme der Entscheidung fordert und von einer 'Löschung palästinensischer Präsenz aus dem öffentlichen Gedächtnis' spricht.
Neue Bezeichnungen
Das Museum verwendet nun je nach historischem Kontext Begriffe wie 'Kanaan' für das zweite Jahrtausend v. Chr. sowie 'Königreiche Juda und Israel'. Für moderne Grenzbezeichnungen wird UN-Terminologie wie 'Gaza', 'Westjordanland' und 'Israel' genutzt. 'Palästinensisch' wird weiterhin als kulturelle oder ethnografische Bezeichnung verwendet, wo dies angemessen ist. Weitere Änderungen sind im Rahmen des langfristigen Renovierungsprogramms geplant.
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