Brüssel empfängt Taliban-Vertreter: EU unter Beschuss
Wichtige Fakten
- • EU lädt Taliban zu Treffen in Brüssel ein.
- • Zwei Taliban-Führer per Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht.
- • Belgien stellt fünf Visa für Taliban-Delegation aus.
- • Treffen soll Abschiebungen erleichtern, sagte EU-Kommission.
- • Kritiker warnen vor Normalisierung des Taliban-Regimes.
Hintergrund des Treffens
Die EU plant ein stark kritisiertes Treffen mit Taliban-Vertretern am Dienstag in Brüssel. Die belgische Regierung stellte fünf Visa für eine eintägige Reise aus. Hintergrund sind Gespräche über die Abschiebung afghanischer Migranten.
Scharfe Kritik von Abgeordneten und NGOs
Richtungskämpfer und Menschenrechtler verurteilen die geplante Normalisierung eines Regimes, das Frauen aus dem öffentlichen Leben ausschließe und zwei Führer beherberge, gegen die Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorliegen. Die EU-Kommission hält dem entgegen, dass die Gespräche auf die Rückführung von Sicherheitsrisiken abzielten, nicht auf eine Anerkennung der Taliban.
Abschiebungen gefährden Menschenleben
Menschenrechtsorganisationen warnen, dass Menschen aus Deutschland und anderen EU-Staaten nach Afghanistan abgeschoben werden, obwohl laut UN Willkür, Folter und Misshandlung drohen. Eine Ko-Finanzierung durch Katar erfolgte bei einem deutschen Charterflug. Kritiker befürchten, dass jede Abschiebung die Taliban stärkt, indem sie Rückkehrer in deren Abhängigkeit zwingt.
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