Taliban erzwingen Abschiebungsstopp: Mehr Diplomaten in Deutschland gefordert
- • Taliban ließen Abschiebeflug nach Kabul kurzfristig absagen.
- • Grund: Zu wenig Taliban-Diplomaten in Deutschland für Abschiebungen.
- • Bundesinnenministerium drängt auf Zurückhaltung gegenüber Taliban.
"Der Konflikt könnte die ohnehin angespannte Lage zwischen Deutschland und den Taliban weiter eskalieren und die geplanten Abschiebungen ausbremsen."
EU einigt sich auf drastische Verschärfung der Abschieberegeln
- • Abschiebehaft künftig bis zu 24 Monate, bei Risiko verlängerbar.
- • EU erlaubt Abschiebezentren in Drittstaaten, sogenannte Return Hubs.
- • Kooperation von Deutschland, Österreich, Dänemark, Griechenland bis Jahresende geplant.
"Die neuen EU-Abschieberegeln, die voraussichtlich innerhalb von 18 Monaten in Kraft treten, könnten zu einer deutlichen Erhöhung der Abschiebungen führen, allerdings fehlen noch konkrete Partnerstaaten für die geplanten Rückkehrzentren."
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Afghanistan: Deutschland schiebt 25 Straftäter ab
- • Deutschland schob 25 afghanische Straftäter nach Kabul ab.
- • Die Männer waren wegen Totschlags, Vergewaltigung und Körperverletzung verurteilt.
- • Der Flug wurde von der türkischen Firma Freebird durchgeführt.
"Die regelmäßigen Abschiebungen könnten die humanitäre Krise in Afghanistan verschärfen und die Menschenrechtslage weiter destabilisieren."
Handyortung als Mittel zur Erhöhung von Abschiebungen vorgeschlagen
- • 2025 scheiterten 60% aller Abschiebeversuche in Deutschland.
- • 22.787 Abschiebungen waren erfolgreich, 32.855 Versuche schlugen fehl.
- • Bei 21.341 Fällen waren die Personen nicht an der gemeldeten Adresse.
"Die Debatte um Handyortung könnte die Effizienz von Abschiebungen erhöhen, wirft aber Datenschutzfragen auf."
Deutschland setzt direkte Abschiebungen nach Afghanistan um
- • 20 straffällige Männer wurden von Leipzig nach Kabul abgeschoben.
- • Abschiebung basiert auf direkter Vereinbarung mit den Taliban.
- • Erster Charterflug ohne Vermittlung anderer Staaten.
"Die direkten Abschiebungen könnten zu weiteren Rückführungen führen, während Menschenrechtsbedenken bestehen bleiben."
ARD-Recherche: Taliban setzen Bundesregierung mit ausgedünnten Afghanen-Missionen unter Druck – mehr eigene Diplomaten gefordert
- • Nach ARD-Recherchen wurden seit November 2024 13 von 16 afghanischen Diplomaten aus der Zeit vor der Taliban-Machtübernahme 2021 aus Deutschland abberufen; übrig blieben drei (Geschäftsträger in Berlin plus ein Kollege sowie ein Diplomat in München).
- • Im Botschaftsgebäude in Berlin arbeiten laut ARD derzeit noch zwei Diplomaten der Vorgängerregierung; das Kabuler Außenministerium wolle nach übereinstimmenden Berichten mehrerer ehemaliger Diplomaten den Geschäftsträger entfernen, weitere Abberufungen seien möglich.
- • Im Sommer 2025 kamen zwei Taliban-Konsularbeamte mit Zustimmung der Bundesregierung nach Deutschland; laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sollten sie Abschiebungen nach Afghanistan erleichtern.
"Sollten die Taliban weitere Alt-Diplomaten abberufen lassen und Deutschland weiterhin Akkreditierungen entziehen, könnte der Druck steigen, zusätzliche Taliban-Vertreter zuzulassen – insbesondere, wenn Berlin Abschiebungen nach Afghanistan praktisch an funktionierende Konsularstrukturen knüpft. Gleichzeitig deutet die inoffizielle Haltung aus Berlin („vehement gegen weitere Taliban-Diplomaten“) auf Widerstand hin; ein offener politischer Konflikt über den Umgang mit den afghanischen Vertretungen ist daher wahrscheinlich."