Buckelwal freigelassen, Zustand ungewiss
Wichtige Fakten
- • Wal verließ Lastkahn am Samstagmorgen im Skagerrak.
- • Zustand und Aufenthaltsort des Wals bleiben unklar.
- • Experten bezweifeln Überlebenschancen nach langer Fastenzeit.
- • Kritik an Rettungsaktion, Dänemark wird bei Strandung nicht retten.
Freilassung im Skagerrak
Der aus einer flachen Ostsee-Bucht vor der Insel Poel geborgene Buckelwal ist am Samstagmorgen im Skagerrak freigesetzt worden. Der Wal verließ den Lastkahn gegen 9 Uhr, wie die private Rettungsinitiative mitteilte. Das Tier, zeitweise auch als „Timmy“ oder „Hope“ bekannt, war zuvor 60 Tage in der Ostsee, davon 29 Tage vor Poel.
Unklarer Zustand und fehlende Daten
Der Gesundheitszustand des Wals bleibt unklar. Die Initiative hat trotz mehrfacher Anfragen des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern keine Peildaten übermittelt. Der Tracker des Wals sendet offenbar nicht. Experten des Deutschen Meeresmuseum hatten von dem Transport abgeraten – wegen Stress- und Verletzungsrisiko für das Tier. Nach der langen Liegezeit bestehen Zweifel, ob der Wal normal schwimmen und Nahrung aufnehmen kann, da sein Maul Netzreste enthielt.
Kritik und Risiko einer erneuten Strandung
Die Rettungsaktion stand in der Kritik, unter anderem von der Internationalen Walfangkommission (IWC) als „nicht ratsam“ bezeichnet. Das Deutsche Meeresmuseum sprach von möglicher Tierquälerei. Das dänische Umweltministerium erklärte, dass man gestrandete Wale nicht rette, da dies ein natürliches Phänomen sei. Eine erneute Strandung des geschwächten Tieres wird nicht ausgeschlossen.
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