Bundesanwaltschaft erhebt schwere Anklage gegen mutmaßliche Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette
Wichtige Fakten
- • Anklage umfasst 20-fachen versuchten Mord bei US-Botschaftsangriff 1991.
- • Klette wird erpresserischer Menschenraub und Sprengstoffanschlag 1993 vorgeworfen.
- • DNA-Spuren an Tatorten wurden Klette zugeordnet, Beweislage umstritten.
- • Klette lebte jahrzehntelang unter falscher Identität in Berlin.
- • Parallel läuft Prozess wegen Raubüberfällen 1999-2016 zur Finanzierung.
Anklageerhebung
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die mutmaßliche Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette erhoben, wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung berichten. Ihr werden schwere Straftaten aus den 1990er Jahren zur Last gelegt, darunter versuchter Mord, erpresserischer Menschenraub und Beteiligung an einem Sprengstoffanschlag.
Vorwürfe und Beweislage
Die Anklage wirft Klette unter anderem 20-fachen versuchten Mord im Zusammenhang mit einem Angriff auf die US-Botschaft in Bonn 1991 vor, bei dem über 250 Schüsse abgefeuert wurden. Ermittler fanden DNA-Spuren an Tatorten, die Klette zugeordnet wurden, doch ihre Verteidigung bezweifelt die Aussagekraft und verweist auf einen als unzuverlässig eingestuften Zeugen.
Hintergrund und laufende Verfahren
Klette, die der dritten RAF-Generation zugerechnet wird, lebte jahrzehntelang unter falscher Identität in Berlin, bevor sie 2024 festgenommen wurde. Parallel läuft bereits ein Prozess vor dem Landgericht Verden, wo ihr Raubüberfälle zur Finanzierung ihres Untergrundlebens vorgeworfen werden. Der neue Fall soll vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verhandelt werden.
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