Bundesregierung plant längere Laufzeit für Entlastungsprämie trotz Kritik
Wichtige Fakten
- • Die Entlastungsprämie soll bis 30. Juni 2027 verlängert werden.
- • Arbeitgeber müssen die Prämie zahlen, was zu Kritik führt.
- • Steuermindereinnahmen könnten 2,8 Milliarden Euro betragen.
- • 83 Prozent in einer Umfrage lehnen die Prämie ab.
Ausweitung der Prämie
Die Bundesregierung plant, die steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer über das ursprünglich geplante Ende 2026 hinaus bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern, wie aus einem Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen hervorgeht. Der Bundestag soll am Mittwoch darüber abstimmen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil rechnet mit Steuermindereinnahmen von 2,8 Milliarden Euro, die aufgrund der längeren Laufzeit und möglicher höherer Nutzung durch Unternehmen deutlich ansteigen könnten.
Kritik von Arbeitgebern
Arbeitgeberverbände und der Mittelstand kritisieren die Prämie als kaum finanzierbar, da sie die Verantwortung auf Unternehmen abwälzt. In einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland lehnen 83 Prozent der Befragten die Zahlung ab und sehen sie als staatliche Aufgabe. HDE-Präsident Alexander von Preen warnt vor finanziellen Mehrbelastungen und bezeichnet das Vorhaben als 'unredlich'.
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