Bundeswehr prüft eigene Startbasis für Raketen
Wichtige Fakten
- • Bundeswehr plant bis zu 1.200 neue Satelliten.
- • 35 Milliarden Euro für Raumfahrt investiert.
- • Startplatz in Nordsee oder Afrika wird geprüft.
- • Bislang startet Bundeswehr-Satelliten mit SpaceX.
- • Startbasis in Deutschland ist wegen Bevölkerungsdichte schwierig.
Hintergrund: Bundeswehr will unabhängiger ins All
Die Bundesregierung prüft den Aufbau einer eigenen Startbasis für Trägerraketen, um militärische Satelliten künftig unabhängig ins All zu bringen. Hintergrund ist die geplante Aufstockung der Satellitenflotte von aktuell weniger als 20 auf bis zu 1.200 Einheiten. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat dafür 35 Milliarden Euro bereitgestellt. Bislang werden die Satelliten über SpaceX oder den europäischen Weltraumbahnhof Kourou ins All gebracht, was jedoch Abhängigkeiten und Wartezeiten mit sich bringt.
Herausforderungen bei der Standortsuche
Ein eigener Startplatz in Deutschland gestaltet sich schwierig, da Raketenstarts aus Sicherheitsgründen eine weiträumige Sperrzone erfordern. Die Deutsche Raumfahrtagentur prüft daher Alternativen wie schwimmende Plattformen in der Nordsee oder Standorte in Afrika. Generaldirektor Walther Pelzer sieht Startmöglichkeiten als entscheidend für den souveränen Zugang zum All und will binnen eines Jahres konkrete Optionen vorlegen.
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