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Politik 24.07.2026, 07:15 Aktualisiert: 24.07.2026, 10:06

Burnham eröffnet No 10 North: Machtverlagerung nach Manchester

Burnham eröffnet No 10 North als zweiten Regierungssitz in Manchester.

Wichtige Fakten

  • Burnham eröffnet No 10 North als zweiten Regierungssitz in Manchester.
  • Erster Sitzung des nationalen Wirtschaftsrats mit regionalen Bürgermeistern.
  • Bis 300 Beamte sollen bis Ende 2025 nach Manchester umziehen.
  • Burnham verspricht, Devolution und lokales Wachstum zu fördern.

Eröffnung von No 10 North

Premierminister Andy Burnham hat am Freitag offiziell seinen neuen Regierungssitz No 10 North in Manchester eröffnet. Der Standort in Heron House, einem Gebäude, das auch Büros für den Geheimdienst GCHQ beherbergt, soll die Macht von Whitehall und Westminster in die Regionen verlagern. Burnham wird künftig einmal pro Woche von Manchester aus arbeiten, begleitet von Ministern wie Lucy Powell und Louise Haigh. Bis Ende nächsten Jahres sollen bis zu 300 Beamte nach Manchester ziehen.

Nationaler Wirtschaftsrat tagt

Am Eröffnungstag leitete Burnham die erste Sitzung des nationalen Wirtschaftsrats, ein Kabinettsausschuss, der ursprünglich 2008 von Gordon Brown eingerichtet wurde. Der Rat brachte hochrangige Minister und regionale Bürgermeister zusammen, um Devolution in den Mittelpunkt der Regierungsagenda zu stellen. Burnham betonte, dass Entscheidungen über Wirtschaftswachstum und lokale Entwicklung künftig nicht mehr ausschließlich in Westminster getroffen werden. Die Opposition unter Kemi Badenoch kritisierte die Initiative als zu klein und warf Burnham vor, sich immer noch wie ein Bürgermeister zu verhalten.

Weitere Maßnahmen und Reaktionen

In seiner ersten Woche kündigte Burnham eine 20-prozentige Senkung der Gewerbesteuer für Pubs und Musiklokale an. Zudem stellte er die vorzeitige Haftentlassung Tausender Gefangener vorerst zurück. In einem Gastbeitrag für den Guardian schrieb Burnham, No 10 North solle „Wachstum in jeder Postleitzahl des Vereinigten Königreichs“ vorantreiben und die Lebensverhältnisse in allen Regionen angleichen. Die Gewerkschaft FDA begrüßte die Strukturreformen, warnte jedoch vor den Herausforderungen für umzugsbereite Mitarbeiter.

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