Ceuta: Mädchen in der Zwickmühle – Zwischen Hoffnung und Rückführungsangst
Wichtige Fakten
- • Dutzende unbegleitete Mädchen in Ceuta untergebracht.
- • Mädchen flohen vor Armut und Gewalt in Marokko.
- • 86 Mädchen in Jugendeinrichtung gebracht, Rest wartet.
- • Rückführungsabkommen mit Marokko geplant, Kinderrechte gefährdet.
- • Stadt Ceuta fordert europäische Lösung für Migranten.
Die Not der Mädchen
In der spanischen Exklave Ceuta harren Dutzende unbegleitete minderjährige Migrantinnen aus, die auf der Suche nach einer besseren Zukunft sind. Viele von ihnen flohen vor Armut, fehlenden Perspektiven und geschlechtsspezifischer Gewalt in Marokko. Untergebracht sind sie provisorisch auf einem Fußballplatz, der mit Plastikplanen vor Blicken geschützt ist. Fatima, 17, und Ihsane, 17, berichten von der harten Arbeit ihrer Mütter und der Hoffnung, in Spanien Unterstützung zu finden, um ihre Familien zu Hause zu unterstützen. Die Nachbarschaftsvereinigung El Principe kümmert sich um die Mädchen, doch die Kapazitäten sind erschöpft.
Die Reaktion der Behörden
Während die Stadtverwaltung mit der Situation überfordert ist, wurden 86 Mädchen in eine alternative Jugendeinrichtung gebracht. Der Präsident der Nachbarschaftsvereinigung, Ahmed Enfedal, zeigt sich pessimistisch: Geplante bilaterale Abkommen mit Marokko könnten die Rückführung der Kinder bedeuten, was das Internationale Übereinkommen über die Rechte des Kindes verletzen würde. Er fordert, dass Europa als Ganzes eine Lösung findet, statt die kleine Stadt mit knapp 84.000 Einwohnern allein zu lassen.
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