Chiles neuer Präsident Kast startet Grenzbefestigungen gegen Migration
Wichtige Fakten
- • Präsident José Antonio Kast will Grenzbefestigungen zu Peru und Bolivien errichten.
- • Dreimeter tiefe Gräben sollen über 500 Kilometer im Norden Chiles entstehen.
- • Kast gab seiner Regierung 90 Tage Frist für den Bau des 'Grenzschildes'.
- • Über 300.000 Menschen leben laut Schätzungen ohne gültige Papiere in Chile.
- • Der Präsident nutzte Notstandsbefugnisse für Dekrete zur Grenzsicherheit.
Grenzsicherung als Priorität
Der neu vereidigte chilenische Präsident José Antonio Kast hat mit dem Bau von Grenzbefestigungen an den nördlichen Grenzen zu Peru und Bolivien begonnen. Dies ist ein zentrales Vorhaben seiner Regierung, das innerhalb von 90 Tagen umgesetzt werden soll, um 'illegale Migration' zu stoppen. Die Pläne sehen dreimeter tiefe Gräben vor, die sich über 500 Kilometer erstrecken sollen, beginnend am Grenzübergang Chacalluta.
Politische Maßnahmen und Hintergrund
Kast, der im Dezember mit etwa 58 Prozent der Stimmen gewählt wurde, nutzte in seinen ersten Amtstagen Notstandsbefugnisse, um Dekrete zur Grenzsicherheit und Abschiebung illegal Eingereister zu erlassen. Er plant zudem die Entsendung zusätzlicher Streitkräfte an die Grenzen. Schätzungen zufolge leben derzeit über 300.000 Menschen ohne gültige Papiere in Chile, viele davon Venezolaner. Kast, deutscher Abstammung, hat sich im Wahlkampf für restriktive Migrationspolitik und wirtschaftliche Belebung ausgesprochen.
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