China: Razzia gegen christliche Hauskirche, zwei Leiter festgenommen
Wichtige Fakten
- • Bewaffnete Polizei stürmte Sonntagsgottesdienst in Jiangyou.
- • Zwei Kirchenleiter, Yan Hong und Wu Wuqing, festgenommen.
- • Über 30 Mitglieder stundenlang im Detentionszentrum befragt.
- • Gemeinde bereits seit 2018 unter Druck, Gründer Wang Yi in Haft.
- • Kirchenleitung kritisierte Razzia als Angriff auf Religionsfreiheit.
Eine einflussreiche protestantische Hauskirche in China hat die Festnahme zweier ihrer Leiter gemeldet. Bewaffnete Polizei stürmte am Sonntag während eines Gottesdienstes in der Stadt Jiangyou das Gotteshaus, wie die Gemeinde „Early Rain Covenant“ am Montag erklärte. Neben den Predigern Yan Hong und Wu Wuqing seien mehr als 30 Gläubige stundenlang in einem Detentionszentrum festgehalten und verhört worden, Kinder und Ältere seien stundenlang in einem Saal eingesperrt gewesen, schrieb die Gemeinde auf Telegram.
Die Behörden forderten die Anwesenden offenbar zur Unterzeichnung einer eidesstattlichen Erklärung auf, deren Inhalt nicht bekannt ist. Die Gläubigen weigerten sich zwar und kamen schließlich nach Stunden frei, doch Yan Hong und Wu Wuqing blieben bislang in Haft. Die Gemeinde kritisierte die Aktion als Teil der anhaltenden Unterdrückung christlicher Hauskirchen in China.
Frühere chinesische Äußerungen beziffern die Zahl der Christen im Land auf 44 Millionen – inoffizielle Schätzungen liegen jedoch viel höher. Viele Christen fliehen in nicht-staatlich anerkannte Hauskirchen, doch der Druck nimmt zu. „Sonntags Razzia ist eine deutliche Erinnerung daran, dass die KP Chinas friedlichen christlichen Gottesdienst weiterhin als Bedrohung der staatlichen Kontrolle behandelt“, kommentierte NGO ChinaAid-Gründer Bob Fu.
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