China-Schock: Deutschland plant härtere Gangart gegen Peking
Wichtige Fakten
- • Deutschland verliert 10.000 Industriearbeitsplätze pro Monat.
- • Chinesische Überkapazitäten und Währungspolitik schädigen deutsche Industrie.
- • Koalitionsausschuss beschließt höhere Ausgleichszölle auf EU-Ebene.
- • Frankreich drängt auf harte Gangart, China droht mit Gegenmaßnahmen.
- • Experte rät, China-Technologie mit strengen Vorgaben nach Europa zu holen.
Politische Wende in der China-Politik
Deutschland verschärft seinen Kurs gegenüber China: Bundesregierung und Koalition planen laut Tagesschau strengere Maßnahmen gegen unfairen Wettbewerb. CDU-Politiker Johannes Volkmann und der grüne Oppositionspolitiker Anton Hofreiter warnen vor einem Verlust von 10.000 Industriearbeitsplätzen monatlich, der maßgeblich auf chinesische Subventionen und Überkapazitäten zurückgehe. Der Koalitionsausschuss beschloss, höhere EU-Ausgleichszölle und bevorzugte Förderung europäischer Anbieter zu prüfen.
Risiken und Gegenpositionen
Der China-Experte Sebastian Heilmann von der Universität Trier bezweifelt jedoch die Durchsetzbarkeit: Ein Handelskrieg könnte wegen Abhängigkeiten bei Seltenen Erden zu hohen Kosten führen. Statt Abschottung empfiehlt er stärkere Öffnung für chinesische Technologien und Innovationen in Europa, um die deutsche Industrie wettbewerbsfähig zu halten. Die EU plant für Herbst Vorschläge, Frankreich drängt auf eine harte Linie gegen die „China-Dampfwalze“. Die deutsche Industrie fürchtet jedoch Nachteile und mögliche chinesische Vergeltungsmaßnahmen.
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