EU-Kommission schwächt Emissionshandel ab – Industrie atmet auf, Kritiker warnen
- • Reduktionsrate der Zertifikate sinkt ab 2031 von 4,3% auf 3,7% jährlich.
- • Kostenlose Zertifikate für besonders betroffene Sektoren bleiben bis 2038 statt bis 2034.
- • Emissionshandel wird auf Kommunalabfälle, Flüge bis 5000 km (inkl. Privatjets) ausgeweitet.
"Der Kompromiss muss noch von EU-Staaten und Parlament gebilligt werden und könnte das Erreichen des 90%-Klimaziels bis 2040 ernsthaft gefährden."
China-Schock: Deutschland plant härtere Gangart gegen Peking
- • Deutschland verliert 10.000 Industriearbeitsplätze pro Monat.
- • Chinesische Überkapazitäten und Währungspolitik schädigen deutsche Industrie.
- • Koalitionsausschuss beschließt höhere Ausgleichszölle auf EU-Ebene.
"Ein verschärfter Handelskonflikt mit China könnte die deutsche Wirtschaft kurzfristig schwer treffen, langfristig ist jedoch eine Rettung der Industrie nur über gezielte Öffnung und Innovation möglich."
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Deutsche Industrieaufträge steigen im Mai – doch Experten bleiben vorsichtig
- • Aufträge im Mai um 1,9% zum Vormonat gestiegen.
- • Plus von 6,2% im Vorjahresvergleich.
- • Großaufträge vor allem aus der Eurozone.
"Eine nachhaltige Erholung der Industrie bleibt trotz des Auftragsplus aufgrund von Iran-Konflikt und strukturellen Problemen ungewiss."
Massiver Stellenabbau in Deutschland: Industrie baut Jobs ab, andere Branchen wachsen
- • 60% der Industrieunternehmen planen Stellenabbau bis 2030.
- • 2025 gingen rund 120.000 Industriejobs verloren, 2026 folgen 100.000.
- • Gründe: hohe Kosten, Steuern, Bürokratie und US-Zölle.
"Der Strukturwandel hin zu einer wissensbasierten Dienstleistungsökonomie dürfte sich fortsetzen und neue Arbeitsplätze vor allem in Technologie- und Pflegeberufen schaffen."
Großbritannien halbiert zollfreie Stahlimporte gegen Billigkonkurrenz aus China
- • Großbritannien reduziert zollfreie Stahlimporte um 51 % ab dem 1. Juli.
- • Der Zollsatz über dem neuen Kontingent wird auf 50 % verdoppelt.
- • Die EU führt zeitgleich ähnliche Schutzmaßnahmen ein.
"Die Maßnahmen könnten die britische Stahlindustrie kurzfristig entlasten, jedoch Preise für importabhängige Verarbeiter erhöhen."
François Michelin: Vom Patriarch zum Symbol der Industriekrise
- • François Michelin führte das Unternehmen vier Jahrzehnte lang als Patriarch.
- • Er trieb die Entwicklung des Radialreifens (X-Reifen) voran.
- • Sein Führungsstil war autoritär und geheimnisvoll.
"Der Wandel vom sozialen Vorzeigeunternehmen zum Krisensymbol zeigt die Herausforderungen der französischen Industrie im globalen Wettbewerb."
Antimon-Abbau in der Slowakei gestoppt: Umwelt versus Europas Rohstoffstrategie
- • In der Slowakei bei Pezinok liegt Europas größtes Antimon-Vorkommen (67.000 Tonnen).
- • China kontrolliert über 70% der Antimon-Produktion und beschränkt Exporte.
- • Umweltminister Tomas Taraba entzog Military Metals die Explorationslizenz wegen Umweltbedenken.
"Der Rückzug der Slowakei verschärft Europas Abhängigkeit von russischen und chinesischen Rohstoffimporten und gefährdet die geplante strategische Autonomie."
Industrieaufträge brechen überraschend stark ein
- • Auftragseingang deutscher Industrie im April um 3,8% gesunken.
- • Vor allem Nachfrage aus der Eurozone (−11,1%) eingebrochen.
- • Automobilindustrie (−5,3%) und Elektroausrüster (−16,3%) stark betroffen.
"Die deutsche Wirtschaft droht im zweiten Quartal 2026 zu schrumpfen, Erholung erst bei nachlassenden Energiepreisen erwartet."
DAX erholt sich trotz Nahost-Krise und US-Zinsängsten
- • DAX schließt bei 24.616 Punkten, Minus von 0,6 Prozent.
- • Iran kündigt Einstellung der Angriffe auf Israel an.
- • Brent-Ölpreis fällt am Abend unter 94 Dollar.
"Die Stabilisierung der Lage im Nahen Osten und EZB-Zinsentscheidung werden über die weitere Marktentwicklung entscheiden."
Reiche reist nach China: Klare Interessen oder europäische Koordination?
- • Reiche reist nach China, um deutsche Wirtschaftsinteressen offensiv zu vertreten.
- • China-Schock trifft deutsche Industrie besonders hart, vor allem Auto und Chemie.
- • SPD-Politiker Roloff fordert selbstbewusstes Auftreten und Dialog mit China.
"Die uneinheitlichen Positionspapiere der deutschen Politik könnten die Verhandlungsposition gegenüber China schwächen."
Europa droht neue China-Abhängigkeit bei Industriekomponenten
- • EU importiert 88% der Aminosäuren aus China.
"Die EU muss Sofortmaßnahmen ergreifen, um die Deindustrialisierung abzuwenden, doch Peking kann Gegenmaßnahmen geschickt unterlaufen."
EU genehmigt Milliardensubventionen für deutsche Industrie-Klimaschutz
- • EU erlaubt fünf Milliarden Euro für Industrie-Klimaschutz.
- • Förderung über Kohlendioxid-Differenzverträge über 15 Jahre.
- • Unternehmen müssen CO2 binnen vier Jahren um 50% senken.
"Die Milliardenförderung könnte Deutschlands Industrie den klimafreundlichen Umbau erleichtern und als Vorbild für andere EU-Staaten dienen."
BMW investiert Millionen in neue Lackiererei – Zeichen der Hoffnung für die Industrie
- • BMW investiert über 50 Millionen Euro in neue, hochmoderne Lackiererei.
- • Tesla kündigt Schaffung von 1.000 neuen Jobs in Brandenburg an.
- • BDI-Experte Hüne: Energiekosten sind Hauptgrund für Wirtschaftsschwäche.
"Die Investitionen von BMW und Tesla zeigen, dass Teile der deutschen Industrie noch wettbewerbsfähig sind, doch die strukturellen Probleme bleiben bestehen."
Chemiebranche in Deutschland steckt in tiefgreifender Krise
- • Die Produktion der Chemiebranche sank 2025 um 3,3 Prozent, der Umsatz um 3,8 Prozent.
- • Seit 2022 wurden 34.000 Arbeitsplätze gestrichen oder verlagert.
- • Die Kapazitätsauslastung der Anlagen lag nur noch bei 72 Prozent.
"Ohne Reformen droht ein Strukturbruch für die industrielle Basis in Deutschland."
Deutsche Industrie baut massiv Stellen ab - Experten warnen vor anhaltendem Trend
- • 2025 wurden in der deutschen Industrie über 124.000 Stellen gestrichen.
- • Die Automobilbranche verlor allein etwa 50.000 Arbeitsplätze.
- • Die Industrieumsätze sanken 2025 um 1,1 Prozent.
"Ohne umfassende Reformen und einen deutlichen Aufschwung droht der deutschen Industrie weiterer Arbeitsplatzabbau."
Deutsch-französische Spannungen bei EU-Industriegipfeln: Merz und Macron mit unterschiedlichen Reformprioritäten
- • Macron kritisiert Deutschland indirekt in einem Interview und warnt vor einer entscheidenden EU-Krise.
- • Deutschland und Italien bezeichnen sich als wichtigste Industrieländer Europas, was in Paris für Unmut sorgt.
- • Macron lehnt das Mercosur-Handelsabkommen ab, während Italien zustimmt, was als 'Meloni statt Macron' thematisiert wird.
"Obwohl die deutsch-französischen Beziehungen aktuell von Spannungen geprägt sind, bleiben Experten optimistisch, dass beide Länder ihre Differenzen überwinden werden, da ein Interessenausgleich für die EU strukturell notwendig ist."
Deutsche Industrie: Überraschendes Wachstum trotz Herausforderungen in der Automobilbranche
- • Die Aufträge in der deutschen Industrie stiegen im Dezember 2025 um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
- • Inlandsaufträge legten um 10,7 Prozent zu, während Auslandsaufträge um 5,6 Prozent zunahmen.
- • Die Automobilindustrie verzeichnete einen Rückgang der Aufträge um 6,3 Prozent.
"Analysten und Ökonomen sind über die unerwartet positiven Zahlen überrascht und sehen Zeichen einer Trendwende in der deutschen Industrie an. Experten erwarten in den kommenden Monaten eine Belebung der gesamtwirtschaftlichen Leistung."
ifo-Studie: Industrieunternehmen werden zu Dienstleistern – Ökonomen fordern neues Industrieverständnis
- • Laut einer Studie des Münchner ifo Instituts ist der Umsatzanteil produktbegleitender Dienstleistungen in den vergangenen zehn Jahren in allen Industriezweigen gestiegen.
- • Besonders stark bieten Maschinenbauer produktbegleitende Dienstleistungen an; auch Fahrzeugbauer und Unternehmen der Elektroindustrie gehören zu den Vorreitern.
- • Unternehmen mit Forschung und Entwicklung erzielen im Schnitt 7,8% ihres Umsatzes mit produktbegleitenden Dienstleistungen; bei KI-Einsatz liegt der Anteil bei 8,6%.
"Ob das stärker dienstleistungsorientierte Industrie-Modell dauerhaft trägt, ist laut ifo noch offen. Angesichts brüchiger werdender Grundlagen der globalen Arbeitsteilung und zunehmender handelspolitischer Konflikte dürfte der Druck steigen, entweder Service- und Wissensbereiche weiter auszubauen oder – wie von Kater gefordert – die Standortbedingungen für Produktion in Deutschland deutlich zu verbessern."
ifo: US-Zölle unter Trump belasten deutsche Wirtschaft – neue EU-Handelsabkommen könnten Effekte überkompensieren
- • Das ifo-Institut bezeichnet die US-Zölle als „negativen Schock“ für die deutsche Wirtschaft (Aussage von Lisandra Flach, Leiterin des ifo-Zentrums für Außenwirtschaft).
- • Simulationen des ifo-Instituts zufolge würde eine fortgesetzte Abschottung der USA die deutsche Wirtschaftsleistung dauerhaft um rund 0,13% verringern.
- • Laut Statistischem Bundesamt wurden 2024 Waren im Wert von rund 161 Mrd. Euro aus Deutschland in die USA exportiert.
"Kurzfristig bleibt die US-Zollpolitik ein spürbarer Belastungsfaktor für Wachstum und Exporte. Gleichzeitig rückt die Handlungsoption über neue EU-Freihandelsabkommen stärker in den Fokus: Nach Einschätzung des ifo könnten zusätzliche Abkommen – über Mercosur hinaus – die negativen Effekte sogar überkompensieren, auch wenn Verhandlungen erfahrungsgemäß Jahre dauern können."