Chinas Subventionsende treibt Solarpreise – Deutsche Branche in Sorge
Wichtige Fakten
- • China beendet ab 1. April 2026 Mehrwertsteuerrückerstattung für PV-Exporte.
- • Solarmodulpreise steigen bereits um etwa 25 Prozent für Neuimporte.
- • Deutsche Solarbranche mit 100.000 Beschäftigten und 30 Mrd. Euro Umsatz betroffen.
- • Bundeswirtschaftsministerin Reiche plant Förderstopp für kleine Solaranlagen.
- • Preiserhöhungen könnten Rentabilität neuer Anlagen verringern.
Preissteigerungen durch Chinas Subventionsende
China beendet ab dem 1. April 2026 die Mehrwertsteuerrückerstattung für Photovoltaik-Produkte, die exportiert werden, was weltweit zu steigenden Preisen führt. Bereits jetzt sind Solarmodule für Neuimporte um etwa 25 Prozent teurer geworden, wie Henning Lorang von KLE Energie berichtet. Für eine typische Einfamilienhausanlage von 15.000 bis 18.000 Euro bedeutet das etwa 600 Euro Mehrkosten für Endkunden, wobei die Preiserhöhungen mit Verzögerung ankommen.
Sorgen der deutschen Solarbranche
Die deutsche Solarwirtschaft, die mit rund 100.000 Beschäftigten und 30 Milliarden Euro Umsatz vor allem im Handel und Handwerk tätig ist, fürchtet durch die höheren Einkaufskosten aus China Margendruck und Einbrüche. Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft warnt, dass steigende Importkosten die Rentabilität neuer Anlagen beeinträchtigen könnten. Zudem bereiten Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zur Einstellung der Förderung für kleine Solaranlagen größere Sorgen als die Preiserhöhungen, da sie die Nachfrage massiv einbrechen lassen könnten.
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