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International 01.04.2026, 06:12 Aktualisiert: 01.04.2026, 12:06

Energiekrise durch Iran-Krieg: Gezielte Hilfe erst im Herbst, Asien setzt auf Kohle

Chancellor Rachel Reeves kündigte gezielte Hilfe für Energierechnungen basierend auf Haushaltseinkommen an.

Wichtige Fakten

  • Chancellor Rachel Reeves kündigte gezielte Hilfe für Energierechnungen basierend auf Haushaltseinkommen an.
  • Unterstützung soll frühestens im Herbst beginnen, da der Gasverbrauch im Sommer niedrig ist.
  • Die Regierung lehnt universelle Unterstützung ab und will aus Fehlern der Ukraine-Krise lernen.
  • Oppositionsparteien kritisieren Verzögerung und fordern sofortige Maßnahmen zur Entlastung.
  • Asiatische Länder wie Südkorea und die Philippinen erhöhen die Kohleproduktion aufgrund von LNG-Engpässen.

Zusammenfassung

Die britische Regierung plant gezielte Unterstützung für Haushalte bei Energierechnungen, die durch den Iran-Krieg und gestiegene Öl- und Gaspreise belastet werden. Chancellor Rachel Reeves kündigte an, dass Hilfe basierend auf Haushaltseinkommen erfolgen soll, jedoch frühestens im Herbst, da der Gasverbrauch in den Sommermonaten niedrig ist. Sie lehnt universelle Unterstützung ab und will Fehler aus der Ukraine-Krise vermeiden, bei der wohlhabendere Haushalte überproportional profitierten. Reeves betonte, dass die Regierung fiskalische Disziplin wahren müsse, um Inflation und Staatsverschuldung nicht anzuheizen, und lehnte sofortige Steuersenkungen für Treibstoff ab.

Kritik und internationale Entwicklungen

Oppositionsparteien wie die Konservativen, Reform UK und die Liberaldemokraten kritisieren die Verzögerung und fordern sofortige Maßnahmen wie Steuersenkungen oder direkte Unterstützung. Gleichzeitig warnen Supermarktbosses vor steigenden Lebensmittelpreisen und möglichen Engpässen bei Frischprodukten wie Tomaten und Gurken, da höhere Energie- und Düngerkosten die Produktion belasten. International reagieren Regierungen auf die Krise: In Australien kündigte Premierminister Anthony Albanese eine Halbierung der Kraftstoffsteuer für drei Monate an und rief zu Sparmaßnahmen auf, während asiatische Länder wie Südkorea und die Philippinen die Kohleproduktion erhöhen, um Engpässe bei Flüssigerdgas (LNG) auszugleichen.

Globale Auswirkungen und Energieunsicherheit

Der Iran-Krieg hat zu einer schweren Unterbrechung der Energieversorgung geführt, insbesondere durch die Schließung der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten LNG-Transports fließt. Experten warnen, dass dies zu langfristigen Lieferengpässen und Preisspitzen führen wird, wobei asiatische Länder vorübergehend auf Kohle zurückgreifen, obwohl dies klimaschädlich ist. Klimaexperten fordern stattdessen Investitionen in erneuerbare Energien, um die Energieunsicherheit zu verringern. Die Krise unterstreicht die Notwendigkeit globaler Koordination, um wirtschaftliche Folgen wie Inflation und Rezessionsrisiken abzumildern, während Haushalte und Unternehmen weltweit unter steigenden Kosten leiden.

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