Chinesischer Dissident mit Schlauchboot nach Südkorea geflohen
Wichtige Fakten
- • Dong Guangping (68) erreichte nach 30 Stunden in einem 3,3-Meter-Schlauchboot Südkorea.
- • Er wurde von der südkoreanischen Küstenwache festgenommen und angeklagt.
- • Die thailändischen Behörden deportierten ihn 2015 trotz UN-Flüchtlingsstatus zurück.
- • Dong ist für sein Eintreten für das Tiananmen-Massaker bekannt und saß mehrfach in Haft.
- • Er hofft, zu seiner Familie nach Kanada ausreisen zu können.
Flucht über das Meer
Der 68-jährige chinesische Dissident Dong Guangping ist nach tagelanger Flucht im Schlauchboot an der Küste Südkoreas gestrandet. Die südkoreanische Küstenwebe nahm ihn fest; ein Haftbefehl wegen illegaler Einreise wurde beantragt. Dong war mit einem 3,3 Meter langen Boot und einem 10-PS-Motor von Weifang (Shandong) aus gestartet und legte über 300 Kilometer zurück.
Vorherige Fluchtversuche
Dong, Ex-Polizist und regimekritischer Aktivist, war bereits mehrfach geflohen: Nach Thailand (2015, Deportation trotz UN-Status), Taiwan (scheiterte und wurde zurückgebracht) und Vietnam (Rückführung 2020). Er saß wegen „Staatsumsturz“ in Haft. Hintergrund ist sein Eintreten für die Aufarbeitung des Tiananmen-Massakers.
Aktuelle Lage und Aussichten
Freunde berichten, Dong sei bei Ankunft „bewusstlos“ gewesen und wünsche sich, zu seiner Familie nach Kanada zu ziehen. Südkorea hat ihn wegen illegaler Einreise angeklagt. Kanadas Botschaft in Seoul äußerte sich nicht.
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