Christen im Südlibanon zwischen den Fronten
Wichtige Fakten
- • Maronitische Dörfer im Südlibanon sind zwischen Israels Armee und Hisbollah eingeklemmt.
- • Israelische Soldaten zerschlugen eine Jesusstatue und verhöhnten eine Marienstatue.
- • Familien in Israel sammeln Spenden für Verwandte in christlichen Dörfern.
- • Hisbollah-Kämpfer nutzten eine Kirche als Versteck, töteten einen Soldaten.
- • Christen fühlen sich von der internationalen Gemeinschaft im Stich gelassen.
Kampf zwischen Israel und Hisbollah trifft Christen im Südlibanon
Im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon geraten maronitische Christen zunehmend zwischen die Fronten. Während die Waffenruhe zwischen der israelischen Armee und der Terrormiliz Hisbollah brüchig ist, harren viele Christen in ihren Dörfern aus – aus Angst, dass diese bei einer Flucht von der Hisbollah übernommen und zerstört werden. Die stellvertretende Vorsitzende der christlich-aramäischen Vereinigung, Nivin Elias, berichtet von ständigen Bombardements und der Angst ihrer Verwandten im Südlibanon. Viele Familien sind durch die Grenze getrennt und können sich nur in Drittländern oder über Videos begegnen. Besonders bitter treffen die Bilder von israelischen Soldaten, die christliche Statuen schändeten.
Übergriffe und Spendenaktionen
Ein israelischer Soldat zerschlug eine Jesusstatue mit einer Axt, ein anderer steckte einer Marienstatue eine Zigarette in den Mund. Die Täter erhielten milde Strafen. Elias beschwerte sich bei der Regierung: „Kämpft Israel gegen die Maroniten oder gegen die Hisbollah?“ Die maronitische Gemeinschaft fordert verstärkten Schutz. In der Zwischenzeit organisieren Dorfbewohner in Israel Spenden für Verwandte im Libanon, um Wasser, Babymilchpulver und Kleidung zu schicken. Die israelische Armee genehmigte die Lieferungen in drei Dörfer, deren Straßen sie zuvor zerstört hatte. Immer wieder werden bei israelischen Luftangriffen auch Maroniten getötet.
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