Commerzbank unter Druck: UniCredit erhöht Übernahmefieber
Wichtige Fakten
- • Die UniCredit besitzt 26,77% der Commerzbank-Aktien.
- • Die Commerzbank lehnt das Übernahmeangebot als zu niedrig ab.
- • Vorstand will Aktienrückkauf zur Abwehr der Übernahme nutzen.
- • Tauschangebot der UniCredit ist an der Börse weniger wert als Barverkauf.
- • Bund finanziert noch 12,11% der Commerzbank und unterstützt Eigenständigkeit.
Feindliche Übernahme oder strategischer Schritt?
Die Commerzbank-Hauptversammlung stand ganz im Zeichen der italienischen UniCredit. Seit zwei Jahren baut das Institut seine Beteiligung an Deutschlands drittgrößter Privatbank aus. Bei der Versammlung in Wiesbaden, an der auch zahlreiche Italiener teilnahmen, kritisierte Vorstandschefin Bettina Orlopp das aktuelle Tauschangebot der Italiener als zu niedrig. Unter dem Druck von UniCredit hat das Management die Drei-Prozent-Marge nur mit einem massiven Strategiewechsel erreicht, der 2030 vor allem mit Künstlicher Intelligenz besser dastehen soll.
Prekäre Lage: UniCredit greift nach deutscher Traditionsbank
Das offizielle Tauschangebot der Italiener ist unattraktiver als der Barkauf von UniCredit-Aktien – viele Aktionäre lehnen den Deal deshalb ab. Offenbar reizt die Italiener aber eine gezielte Aufstockung des Stimmrechts, um die Integration voranzutreiben: haben sie doch bereits 26,77 Prozent der Aktien und dazu Optionsgeschäfte über weitere 12,1 Prozent zusammengesammelt. Den Berechnungen zufolge sichern sie sich mit Rücksicht auch Großbeteiligungen an börsennotierten Finanzierungsinstrumenten etwa der britischen Bank Jefferies. Unterm Strich reichen dafür möglicherweise aktuell acht Prozent aus – ohne rechtbindendes Übernahmeangebot für die restlichen Kleinanleger lockern die Italiener die Aktienbasis nur drastisch auf.
Diplomatie und Wirtschaft statt offener Übernahmeschlacht
Bundesfinanzminister Klingbeil unterstützt ausdrücklich bis auf Weiteres die Unabhängigkeit der Commerzbank – immerhin werden noch zwölf Prozent des deutschen Staatsfonds gehalten, diese ein Pfund besonders; viele Landesfürsten wünschen ebenso den Kundendienst vor allem für ihre Heimat genannten Exportregion stark lokaler Dividenden insgesamt beends neben Rhein und Main gewohnt eigenständige Schienen. Andere verweisen darauf, dass die Entwicklung der Commerzbank wie nach dem Fehlkauf der angeschlagenen Dresdner Bank vor zwei Jahrzehnten einem Ritt durch die Kathedrale nahe komme. Aktienkurse sind im Mai seit Bekanntgabe des Aktienrückkaufs trotz aller Kritik an beiden Alternativmodellen gestiegen. Die Eingangstraße aufer denkt jede Transparenzerwartung an die Aufseher nach beschleunigt. Ein Kryptogeheimdeck der Halter schrien nach Ehrlichkeit.
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